Düren: Von der Rur an die Ruhr

Düren: Von der Rur an die Ruhr

Der frühere Kreis-Wirtschaftsförderer Michael Müller wechselt von der Rur an die Ruhr.

Laut einem Bericht der Bochumer „Ruhr Nachrichten” ist Michael Müller neuer Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Ruhr-Bochum, die damit nun drei Geschäftsführer hat. „Ein Headhunter hat ihn ausfindig gemacht”, berichten die „Ruhr Nachrichten”.

Noch in diesem Monat will Müller nach Bochum umsiedeln. Das dürfte auch die Staatsanwaltschaft Aachen interessieren, die immer noch gegen Müller ermittelt.

Vor seinem eher unrühmlichen Abgang bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Düren (GWS) hatte Müller sich selbst eine Prämie in Höhe von 25.000 Euro genehmigt und auch ausgezahlt.

Auf Druck des Aufsichtsrates musste Müller die eigenmächtig ausgezahlte Prämie wieder rückerstatten. „Das Ermittlungsverfahren dauert noch an”, bestätigte auf Anfrage Oberstaatsanwalt Robert Deller, der die entsprechenden Akten beim Kreis angefordert hat und wegen möglicher Untreue gegen Müller ermittelt.

Schon vor dem öffentlichen Zerwürfnis mit seinem Aufsichtsrat hatte Müller die GWS nicht aus den Schlagzeilen heraushalten können und teilweise wenig Fingerspitzengefühl bewiesen.

So hatte die GWS zum Beispiel zum Höhepunkt der Wirtschaftskrise zu einem Fachvortrag „Die arbeitgeberseitige Kündigung des Arbeitsverhältnisses” eingeladen und Proteste geerntet, woraufhin die Veranstaltung abgesagt werden musste.