Düren/Jülich: Unbelehrbar: Bekannte Gesichter bei Polizeikontrolle

Düren/Jülich: Unbelehrbar: Bekannte Gesichter bei Polizeikontrolle

Drogen, Alkohol und Leichtsinn im Dreierpack: Gleich drei Verkehrsteilnehmer im Alter von 23 Jahren gerieten in der Nacht zum Mittwoch mit der Dürener Polizei in Konflikt - unabhängig voneinander. Unter ihnen war auch eine junge Frau, über die wir erst am Vortag berichtet hatten, weil sie einen Motorradunfall verursacht hatte.

Als offensichtlich unbelehrbar zeigte sich der erste Fall im Trio der Verkehrssünder. Eine 23-Jährige aus Hürtgenwald wurde am Dienstag gegen 20 Uhr in der Dürener Innenstadt kontrolliert. Einen Führerschein hatte sie nicht dabei - er war ihr erst vor anderthalb Wochen nach einer Trunkenheitsfahrt abgenommen worden. Zur Einsicht gebracht hatte sie das allerdings nicht: Auch dieses Mal stand sie unter akutem Rauschmitteleinfluss, wie ein Drogentest bestätigte. Nun erwartet sie bereits das zweite Strafverfahren. Auch der Halter des Autos, der die Fahrt ohne gültige Fahrerlaubnis zuließ, wird sich laut Polizeibericht „unangenehmen Fragen stellen müssen“.

Später in derselben Nacht, um 3.30 Uhr, war es dann ein wiederum 23 Jahre alter Verkehrsteilnehmer aus Merzenich, der auf einem Fahrrad lebensgefährlichen Leichtsinn zeigte: Auf der für Radfahrer gesperrten verkehrsreichen Bundesstraße 56 zwischen Birkesdorf und Düren trafen ihn die Beamten - schwankend und in deutlichen Schlangenlinien fahrend. „Nicht einmal ein funktionierendes Licht hatte er an seinem Gefährt“, heißt es im Polizeibericht. „Dafür hielt er eine Bierflasche in der Hand und pustete beim Alcotest eine Promillezahl von 1,48 ins Gerät.“ Die Folge: Blutprobe und Strafanzeige.

Am Mittwochmorgen schließlich wurde in Jülich eine wegen Eigentums- und Drogendelikten bereits polizeibekannte wiederum 23-jährige Autofahrerin aus Linnich auf dem Von-Schöfer-Ring aus dem Verkehr gefischt. Es war bereits ihre zweite Bekanntschaft mit der Polizei in dieser Woche: Zuletzt hatte sie am Montagabend auf einem Motorrad einen Verkehrsunfall an der Autobahn 44 verursacht, wobei sie bereits da ohne Fahrerlaubnis unterwegs gewesen war. Da sich an diesem Zustand nichts geändert hatte, wurde gegen die „notorisch uneinsichtige Beschuldigte“ erneut ein Strafverfahren eingeleitet.

(red/pol)
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