Erkelenz: Umsiedlung so erträglich wie möglich machen

Erkelenz: Umsiedlung so erträglich wie möglich machen

Der ehemalige Bürgermeister von Erkelenz, Erwin Mathissen, ist nicht mehr Umsiedlungsbeauftragter der Landesregierung. Nach fast fünfjähriger Tätigkeit übergab der 71-Jährige am Montag das Amt an Margarete Kranz aus Jüchen.

Zuvor wurde Mathissen in einer kleinen Feierstunde im Alten Rathaus in Erkelenz aus dem Amt verabschiedet.

Staatssekretär Dr. Jens Baganz würdigte die Verdienste von Mathissen bei dessen Bemühen, die von einer Umsiedlung betroffenen Menschen im Bereich der Tagebau Garzweiler II, Inden und Hambach bei deren Interessenverfolgung zu unterstützen.

„Erwin Mathissen war eine sehr gute Wahl”, sagte Baganz. Mathissen habe seine politische, kommunale und gesellschaftliche ErfahrungÊin die Arbeit einbringen können. „Mit der erfolgreichen Arbeit als Umsiedlungsbeauftragter wird eine vielseitige und engagierte politische Lebensleistung abgerundet.”

Mathissens Nachfolgerin sei als Verwaltungs- und Betriebswirtin sowie Sachverständige für die Bewertung von Immobilien ein „Glücksfall”, so pries der Staatssekretär Margarete Kranz an. Als Beigeordnete und Bürgermeisterin von Jüchen habe sie die Umsiedlung der Ortschaften Otzenrath, Spenrath und Holz durchgeführt und dabei gezeigt, dass das Konzept der „gemeinsamen Umsiedlung” ein richtiger Weg zu einer sozialverträglichen Gestaltung vom Umsiedlungen sei.

Mathissen will seiner Nachfolgerin mit Rat und Tat zur Seite stehen. „Der Termin für Kaffee und Kuchen ist bereits ausgemacht.” Und er wird ihr die Dimensionen dieses Ehrenamtes deutlich machen. In den viereinhalb Jahren hat er rund 1000 Hausbesuche absolviert und ungezählte Stunden mit den Betroffenen verbracht. Da kommt einiges auf die ehemalige Bürgermeisterin zu.

Sie versprach, „die Säule Mathissen zu ersetzen”. Über einen Mangel an Arbeit wird sie sich nicht zu beklagen haben. Rund 9000 Umsiedler in den drei Gebieten werden auf ihre Unterstützung hoffen, wenn es darum geht, die UmsiedlungÊ so erträglich wie möglich zu machen. Mathissen, der Kranz als seine Nachfolgerin vorgeschlagen hatte, gab ihr eines mit auf den Weg: „Der Mensch und sein Einzelschicksal müssen immer im Vordergrund stehen.”

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