Aachen/Würselen: Umbau im Haus der Städteregion: Paragrafensalat statt Nudelsuppe

Aachen/Würselen: Umbau im Haus der Städteregion: Paragrafensalat statt Nudelsuppe

Mit einem fast schon einmaligen Blick auf die Skyline Aachens können sich demnächst Verwaltungsmitarbeiter vom drögen Unterrichtsstoff ablenken lassen: Schließlich nimmt die Sanierung und Neunutzung des Dachgeschosses des denkmalgeschützten Hauses der Städteregion an der Aachener Zollernstraße konkrete Formen an.

Rund 750.000 Euro sollen in den kommenden Monaten in den Umbau des elften Obergeschosses des ehemaligen Kreishauses fließen, wo zu Zeiten des Kreises Aachen die Mitarbeiterkantine untergebracht war. War die Fläche in den vergangenen Jahren als Materiallager genutzt worden, sollen bis zum Herbst Schulungsräume für das Studieninstitut entstehen, das die Fortbildungsakademie für den Verwaltungsnachwuchs in der Aachener Region ist.

Wie Kathrin Koppe vom Hochbauamt dem städteregionalen Bauausschuss erläuterte, wird im April mit dem Abriss begonnen. Unter anderem sind die Kantineneinrichtung und die Toilettenanlagen zu entsorgen. Dem Rohbau folgt ab Mitte Mai der Innenausbau, der Ende September abgeschlossen werden soll. Neben der Erneuerung der markanten Glasfassade zur Dachterrasse hin werden im Inneren drei Büros sowie ein Schulungsraum für 30 Personen auf den 270 Quadratmetern gebaut.

Zudem stimmten die Fachpolitiker von CDU, Grünen und (nach einigen kritischen Nachfragen) der SPD für die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Flugplatz Merzbrück. 250.000 Euro sollen in das Pilotprojekt fließen, bei dem im Rahmen einer Flachdachsanierung eine Photovoltaikanlage integriert wird. „Da wir etwa bei den Berufskollegs viele Flachdachflächen haben, erhoffen wir uns von dem Projekt wichtige Erkenntnisse”, sagte Hubert Philippengracht, Leiter des Amtes für Immobilienmanagement.

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