Heinsberg: Trauer um Willi Frenken

Heinsberg: Trauer um Willi Frenken

Seine Gesundheit hatte sich in den letzten Monaten bedenklich verschlechtert. Dennoch traf uns die Nachricht vom Tode unseres langjährigen Mitarbeiters Willi Frenken überraschend und stimmt uns traurig. Am Sonntag ist der sympathische 89-Jährige entschlafen.

Erst im August hatte Willi Frenken mit seiner Frau Lieselotte die diamantene Hochzeit gefeiert. Er erblickte am 26. April 1925 in Kempen das Licht der Welt, das ohne ihn ein wenig matter schimmern wird. Denn seine bescheidene Art und seine Herzlichkeit ließen ihn zu den Zeitgenossen gehören, die nie wirklich polarisieren, sondern von allen, die sie kennen lernen dürfen, gemocht werden.

Zunächst hatte Willi Frenken eine Schlosserlehre absolviert und bis zu seinem Ruhestand bei Glanzstoff gearbeitet. Seine Frau und er fanden auf der Orsbecker Kirmes im Jahr 1950 zueinander.

Viele Jahre war Willi Frenken als redaktioneller Mitarbeiter unserer Zeitung tätig und machte sich als Heimatkundler und Historiker einen Namen. Unvergesslich bleiben vor allem seine wundervollen Schilderungen alten heimischen Brauchtums zu besonderen Festtagen. Mit seinem Buch „Als der Tod vom Himmel fiel“, das die grauen- volle Bombardierung Heinsbergs im Zweiten Weltkrieg aufarbeitete, schrieb er sich wohl unauslöschlich in die Annalen der Kreisstadt. Er verfasste zudem noch zahlreiche Festschriften und weitere Bücher. Der Rheinlandtaler, verliehen am 4. Dezember 2002 durch den Landschaftsverband, wurde zur überaus verdienten Würdigung seines Schaffens.

Die Gedanken unserer Redaktionsmitglieder sind nun bei Willis Angehörigen, die einen liebenswerten Menschen verloren haben.

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