Kreis Heinsberg: Trauer um „eine herausragende politische Persönlichkeit”

Kreis Heinsberg: Trauer um „eine herausragende politische Persönlichkeit”

Im Alter von 79 Jahren ist am Montag der frühere Bundestagsabgeordnete der SPD, stellvertretende Landrat des Kreises Heinsberg und Bürgermeister der Stadt Übach-Palenberg, Manfred Sybertz, gestorben.

Der Kreis Heinsberg verliere mit Sybertz „eine herausragende politische Persönlichkeit, die sich in vielen Jahrzehnten politischer Tätigkeit als Bundestags- und Kreistagsabgeordneter, Stadtratsmitglied, aber auch als Bürgermeister von Übach-Palenberg und als stellvertretender Landrat des Kreises Heinsberg mit ganzer Kraft für das Wohl seiner Heimatregion eingesetzt hat”, erklärte Landrat Stephan Pusch am Mittwoch in einem Nachruf. Sybertz habe sich um den Kreis Heinsberg verdient gemacht.

Sybertz wurde erstmals 1964 in den Kreistag des damaligen Selfkantkreises Geilenkirchen/Heinsberg gewählt. Er gehörte diesem Gremium bis zur kommunalen Neugliederung an. Von 1972 bis 1977 und von 1994 bis 1999 war er Mitglied des Heinsberger Kreistages. „Sein Engagement und sein Fachwissen brachte er in den Kreistag und seine verschiedenen Gremien ein”, formulierte Pusch. So war Sybertz stellvertretender Landrat, Vorsitzender des Finanzausschusses und stellvertretender Vorsitzender des Kreisausschusses.

Von 1976 bis 1980 gehörte „Fred” Sybertz dem Bundestag an. Von 1972 bis 1982 war er Bürgermeister der Stadt Übach-Palenberg. „Durch seine fachliche Kompetenz, sein besonnenes Wesen und seine Menschlichkeit erwarb er sich Ansehen über die Parteigrenzen hinweg”, stellte der Landrat anerkennend fest.

Die Verdienste von Sybertz waren 1980 mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande gewürdigt worden.

Sybertz hatte die Volksschule besucht und anschließend von 1945 bis 1962 in einem Bergwerk gearbeitet. In dieser Zeit besuchte er von 1949 bis 1951 eine Bergvorschule und von 1951 bis 1953 die Bergschule in Aachen. von 1962 bis 1969 war er Dezernent für Arbeitnehmerfragen beim Landesoberbergamt in Bonn. Danach war er noch im Bereich Mitbestimmung tätig, schließlich war er Betriebsdirektor für Personal- und Sozialfragen der Grube Anna in Alsdorf.

Sybertz - geboren am 31.Januar 1930 in Übach - trat 1964 der SPD bei und wurde 1972 Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes in Übach-Palenberg. Dort war er auch Mitglied des Stadtrates, wo er Vorsitzender der SPD-Fraktion war. Von 1972 bis 1982 amtierte er als Bürgermeister der Stadt Übach-Palenberg.

Bei der Bundestagswahl 1976 war Sybertz in den Deutschen Bundestag gewählt worden, dem er für eine Wahlperiode bis 1980 angehörte. Über die Landesliste Nordrhein-Westfalen war er ins Parlament eingezogen. Sybertz war in Bonn als ordentliches Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Sozialordnung tätig.

Das Auferstehungsamt wird am Montag, 2. November, um 11 Uhr in der Pfarrkirche St. Theresia Palenberg gehalten.