Tolle Rede, charmanter Mann

Tolle Rede, charmanter Mann

Aachen (an-o/wos) - Locker, charmant und doch distinguiert: Giscard eroberte die Herzen der Damen im Sturm. Dazu Respekt und Hochachtung bei den männlichen Gästen: Stimmen zur Karlspreisverleihung.

Astrid Ströbele (Bürgermeisterin): Als Giscard immer mehr Details über das Leben Kars des Großen ausbreitete, dachte ich, hoffentlich bleibt es nicht dabei. Nein, das tat er nicht. Eine hörenswerte Rede.

Oberst Joachim Schaprian (Standortältester): Das war eine hervorragende Darstellung für die Stadt Aachen, ein tolles Marketing. Man kann sich nur wünschen, dass der Konvent einen gemeinsamen Vorschlag auf den Tisch legt. Denn wir brauchen dringend eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik.

Burkhard Rauhut (Rektor der RWTH): Eine erfreulich offene und deutliche Rede. Da hat ein großer Staatsmann gesprochen.

Rolf Einmahl (CDU-Landtagsabgeordneter): Ein witziger Preisträger. Giscard konnte Visionen von Europa vermitteln. Er wird zur richtigen Zeit für seine Arbeit im Konvent geehrt.

Heiner Höfken (SPD-Fraktionsvorsitzender): Giscard hat eine tolle Rede gehalten. Seine Kenntnisse der Geschichte - beeindruckend.

Margret Ortstein (Mitglied Karlspreisdirektorium, Grüne): Alle drei Reden (OB Linden, Bundespräsident Rau, Giscard d´Estaing, d. Red.) waren toll. Giscard ist ein richtig charmanter, gekonnter Redner. Es war eine Freude, ihm zuzuhören.

Prof. Max Kerner (Neuere Geschichte, RWTH): Das war ein Lehrstück in Geschichte und Politik. Man spürte die Seele Europas. Helmut Schmidt so einzubeziehen, zeigt menschliche Größe.

Prof. Winfried Böttcher (Politikwissenschaft, RWTH): Eine flammende Europa-Rede. Erklärlich der Bruch zwischen Präsidium und Konvent, wenn man weiß, dass das Konventspräsidium eingesetzt und nicht gewählt ist.

Ulrich Daldrup (CDU-Ratsherr): Euro und Konvent, das sind Sachen. Wir sollten beim Karlspreis nur die Person ehren.

Hilde Scheidt (Ratsfrau, Grüne): Giscards Rede? Sehr witzig, sehr monarchisch und sehr französisch.

Prof. Walter Eversheim (Sprecher Karlspreisdirektorium): Giscard hat sich als der große, erfahrene Staatsmann und geschickter Politiker gezeigt. Das ist gut so, denn der Zeitpunkt der Verleihung war nicht ohne Risiko. Wir wollten einen Ruck in der Verfassungsdebatte bewirken. Wenn es einer schafft, dann er.

Hans-Dieter Schaffrath (Ratsmitglied, FDP): Eine gute und bemerkenswerte Rede, endlich einmal nicht so staatstragend wie sonst.

Karl Schultheis (SPD-Vorsitzender): Zu diesem Zeitpunkt ist eine Mobilisierung für Europa wichtig. Die Rede war sehr detailreich, ich hatte mir etwas mehr Emotionalität erhofft.

Jost Pfeiffer (CDU-Ehrenvorsitzender): Die Rede war gut. Zudem haben wir eine Menge wichtiger Anregungen im Bertelsmann-Kolloquium von Prof. Weidenfeld in Hinblick auf die zukünftige Arbeit erhalten. Die Staaten müssen zusammen stehen.