Teams aus der Bundesliga beim Radklassiker Rund um Düren

„Rund um Düren“ : Radklassiker startet am 7. April in Kreuzau

Der Gedanke, eine Deutsche Meisterschaft zu veranstalten, lässt den RSV Düren nicht los. Zumal die Veranstaltungen des Vereins auch bei den Radsportlern sehr beliebt sind. Ob allerdings einmal der Deutsche Meisterschaftstitel in Kreuzau vergeben wird, steht noch in den Sternen.

Klar ist, dass sich die Bundesliga-Teams am 7. April auf die Strecke in der Eifel begeben, um den Klassiker „Rund um Düren“ anzugehen. Welche Fahrer genau ins Rennen geschickt werden, entscheiden die Mannschaften immer kurzfristig.

Ambitioniert geht das Team Düren an den Start – wenn auch nicht beim höchstdotierten Rennen, sondern beim Start der Klasse „Elite Amateure A/B und Amateure“. Dem ehemaligen Profi Stefan Cohnen gelang es im vergangenen Jahr, auf Treppchen zu fahren. Dass das Team seit zehn Jahren für den RSV Düren fährt, soll zusätzlicher Ansporn sein, diesmal ganz vorne zu landen. Sollte es zu einer Sprintentscheidung auf der Kreuzauer Hauptstraße kommen, soll die Stunde von Michael Koslowski schlagen. Dies hofft zumindest Team-Direktor Sven Rehbein: „Bei der starken Konkurrenz wird es natürlich nicht einfach“, räumt er ein.

Die Organisation der Rennen im Rahmen von „Rund um Düren“, das zum 86. Mal veranstaltet wird, ist sehr anspruchsvoll. „Wir stellen in Kreuzau an zwei Tagen einiges ziemlich auf den Kopf“, räumt der Vorsitzende Alexander Donike ein. Der Ortskern wird am Renntag gesperrt. Die Ortsrunde mit einer Länge von etwa einem Kilometer führt über die Haupt-, Bahnhof-, Fleming- und Feldstraße. Die Profis und erwachsenen Amateure gehen auf die Eifelstrecke. Der Rundkurs führt von Hürtgenwald über Bergstein und Schmidt wieder nach Hürtgenwald und misst 28,7 Kilometer. Die Amateure müssen insgesamt 91,7 Kilometer absolvieren. Die Bundesligateams treten länger in die Pedale: 152 Kilometer mit Berg- und Sprintwertungen müssen sie absolvieren.

„Die Strecke ist sehr anspruchsvoll“, betont Donike. Nicht nur wegen der etwa 1000 Höhenmeter, die bei einer Rund Eifelrunde zu bewältigen sind, sondern auch wegen des oft harten Gegenwindes. Das Wetter spielt traditionell immer eine wichtige Rolle bei „Rund um Düren“. Dem Vernehmen nach siegte ein gewisser Dietrich Thurau im Schneetreiben 1972 bei den Junioren. Der Sieger Daniel Wilhelms musste 1977 nach seinem Sieg bei den Amateuren zunächst ins Krankenhaus: Seine Füße waren dermaßen eingefroren, dass ihm bleibende Schäden drohten.

Auf solche Wetterkapriolen hofft man in diesem Jahr nicht. „Für Kreuzau ist dieses Rennen immer ein besonderer Höhepunkt im Jahr“, sagt Kreuzaus Bürgermeister Ingo Eßer. Seit 2011 wird das Rennen in dem Ort veranstaltet. Vor allem die Atmosphäre bei der Zieldurchfahrt auf der Hauptstraße hat es den Sportlern, aber auch den Organisatoren angetan. Dass am gleichen Tag auch der Dürener Stadtlauf über die Bühne geht, nennen sie einen unglücklichen Zufall: „Wir konnten uns den Termin nicht aussuchen“, betont Heinz Stüttgen vom RSV Düren. Der Verband, der den Rennkalender der Bundesliga-Teams koordiniert, habe das Datum vorgegeben.

Die Veranstalter rechnen mit nahezu 800 Teilnehmern. Welche Akteure an den Start gehen, ist allerdings ungewiss. Auch dies beeinflusst der Rennkalender und der Trainingsplan der jeweiligen Fahrer. Der RSV hofft jedoch, dass auch Menschen in den Sattel steigen, die sich sonst nicht an Radrennen beteiligen. Dafür findet das Hobby-Rennen statt, bei dem ausdrücklich gilt: „Jeder kann mitmachen“, sagt Stüttgen. 30 Kilometer müssen allerdings auch die Gelegenheitsfahrer absolvieren, allerdings auf gerader Strecke im Ort Kreuzau selbst. Sie werden allerdings belohnt vom Applaus der zahlreichen Zuschauer am Rand. Die letzte Zieldurchfahrt, die des Hauptrennens, wird etwa um 17 Uhr erfolgen. Auch dies ist wetterabhängig, denn diese Zeit wird erreicht bei einem Schnitt von fast 40 Stundenkilometern.

Die Vorbereitungen für den Radklassiker sind fast abgeschlossen. Wie der Ehrenvorsitzende des RSV, Wulf Walther, mitteilte, habe man nun auch Hilfe bei der Streckensicherung bekommen. „Der Abiturjahrgang des Gymnasiums Kreuzau unterstützt uns an diesem Tag“, sagte er. Allerdings werden weiterhin Freiwillige gesucht, die am Renntag helfen. „Wir wünschen uns nämlich bei allem Sport, dass alle Fahrer gut und gesund durchs Rennen kommen“, meint Alexander Donike. www.rsv-dueren.de

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