Aachen: Taxikunden müssen nun längere Wege gehen

Aachen: Taxikunden müssen nun längere Wege gehen

Für Tivoli-Besucher und Gäste des Reitturniers CHIO in der Aachener Soers wird der Weg vom und zum Taxi jetzt deutlich länger. Nachdem die Ordnungsbehörden den Droschkenlenkern, die unmittelbar auf der Krefelder Straße oder auf der Albert-Servais-Allee Fahrgäste aufgenommen hatten oder ausstiegen ließen, reihenweise Bußgelder aufgebrummt hatten, macht die Aachener Autodroschkenvereinigung (AAV) jetzt kurzen Prozess.

„Uns blieb keine andere Möglichkeit. Wir werden ausschließlich am Taxi-Haltepunkt Gut Wolf Fahrgäste ein- und aussteigen lassen”, sagt AAV-Vorsitzender Friedel Goertz.

Goertz ärgert sich, dass trotz monatelanger Lösungssuche kein Weg gefunden wurde, den Belangen der Taxibranche und deren Kundschaft Rechnung zu tragen: „Das ist schon sehr enttäuschend.” Zuvor hatte man unmittelbar neben dem Tivoli Richtung Reitstadion einige Taxihalteplätze angemietet. Dann hatte man versucht, einen Kompromiss mit Aseag und Stadt zum kurzen Stopp auf den großzügig angelegten Bushaltestellen zu finden. Beide Vorhaben scheiterten.

Für über 1000 Euro ließ Goertz nun großformatige Schilder entwerfen und installieren, die an der Ecke Krefelder Straße/Am Gut Wolf auf die neue und einzige Taxihaltestelle in diesem Bereich hinweisen. „Ausnahmen zu diesem Haltepunkt wird es nicht geben. Unsere Gäste müssen nun einige hundert Meter Laufweg auf sich nehmen”, bemängelt der AAV-Chef. Zumindest während des Reitturniers steht Taxi-Fahrgästen eine Alternative zur Verfügung. Dann wird - wie in den Vorjahren - eine Haltestelle am Soerser Weg direkt vor dem „rückwärtigen” CHIO-Eingang eingerichtet.

Bei der Aachener Autodroschkenvereinigung sind etwa 130 der insgesamt 175 lizensierten Taxis in Aachen organisiert. Sie zählen pro Jahr im Durchschnitt weit über 500.000 Fahrgäste.

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