Aachen: Stichwort: Europastadt Aachen

Aachen : Stichwort: Europastadt Aachen

Ihr Image als Europastadt transportiert die Stadt Aachen über drei „Markenzeichen” : Karl den Großen (768-814), den Karlspreis und den Aachener Dom. Alle drei hängen eng zusammen. Der Frankenkaiser gilt als erster großer europäischer Staatsmann.

Seine Pfalz in Aachen wurde zum geistigen Zentrum kulturpolitischer Aufgaben. Das einzige erhaltene große Bauwerk aus dieser Zeit ist der älteste Teil des Aachener Doms, die Pfalzkapelle. Sie wird als Wiegenstätte Europas bezeichnet. In Anlehnung an ihren berühmtesten Sohn zeichnen die Aachener jedes Jahr Persönlichkeiten für ihre europäischen Verdienste mit dem Karlspreis aus.

Der Bürgerpreis steht für ein frühes europäisches Bewusstsein der Aachener. Sie gründeten die Auszeichnung 1949 unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs. Die Aachener wollten Impulse geben für die Beschleunigung der europäischen Einigung und Frieden.

Heute praktiziert die Stadt im Westen mit den Nachbarn in Belgien und den Niederlanden das Europa der Regionen. Das hat entscheidend auch mit der Lage im Dreiländereck zu tun: Von 85 Kilometern Stadtgrenze verlaufen 24 Kilometer zu Belgien und 22 Kilometer zu den Niederlanden. Die Städte Aachen, Hasselt, Heerlen, Lüttich und Maastricht arbeiten zunehmend enger zusammen. Bei Arbeitstreffen gilt der Grundsatz, dass jeder seine Heimatsprache spricht.

Für die Bewohner sind Grenz-Hürden teilweise noch spürbar, aber die Grenzen verwischen im Alltag: Deutsche wohnen in den Niederlanden, Niederländer gehen in Aachen einkaufen, und in Belgien macht man am Wochenende eine Fahrrad- oder Wandertour.