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Jerez/Aachen: Weltreiterspiele 2006 in Aachen: Schon nächste Woche beginnt die Vorbereitung

Jerez/Aachen : Weltreiterspiele 2006 in Aachen: Schon nächste Woche beginnt die Vorbereitung

Aachen hat gewonnen! Die Weltreiterspiele (WEG) 2006 werden in der Soers stattfinden, dort wo mit dem CHIO bereits das größte und berühmteste Reitturnier der Welt seine Heimat hat.

Am Mittwoch gab das Executive Board der Inter- nationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) auf seiner Sitzung in Jerez de la Frontera der Aachener Bewerbung den Vorzug vor Konkurrent Kentucky/USA.

„Wir freuen uns über die Entscheidung der FEI und über das Vertrauen, welches uns entgegengebracht wurde”, freuten sich Klaus Pavel, Präsident des ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV), und Jürgen Thumann, Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), die gemeinsam zur Bekanntgabe vor das Exekutive Board gebeten worden waren. Thumann unterstrich: „Mit seiner gewachsenen und perfekten Infrastruktur ist Aachen ideal gerüstet für eine solche Aufgabe.”

Die Kommission hatte es spannend gemacht. Vor der Sitzung um 16.30 Uhr waren die einzelnen Disziplin-Chefs noch einmal nach befragt worden. Und dann mussten Thumann und der amerikanische FN-Präsident einzeln ein letztes Mal die Bewerbungen vorstellen.

„Als gegen 18.30 Uhr zuerst der amerikanische Präsident hineingerufen wurde, wussten wir, dass das ein gutes Zeichen war”, jubelte ALRV-Geschäftsführer Frank Kemperman. Er sollte recht behalten, kurze Zeit später konnte die Aachener Delegation die Korken knallen lassen. „Uns wurde gesagt, die Entscheidung sei knapp gewesen.”

„Wir glauben, mit den Weltreiterspielen 2006 in Aachen einen enormen Beitrag für die Bewerbung von Düsseldorf Rhein-Ruhr für die Olympischen Spiele 2012 leisten zu können”, blickte Pavel bereits voraus, „zudem erwarten wir, dass die Weltmeisterschaften wie auch in Jerez ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor für die gesamte Aachener Region sein werden.

Die durch den ALRV zu tätigenden Investitionen werden in den nächsten Jahren für einen sicherlich beachtlichen Beitrag zur Beschäftigung in der Region sorgen.” Die Kosten werden mit 35 Millionen Euro beziffert, wovon alleine 20 Millionen auf Investitionen entfallen.

Viel Zeit zum Feiern bleibt nicht. „Anfang nächster Woche fängt die Vorbereitung an”, erläutert Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH (ART). „In unserer Bewerbung wurden verschiedene Szenarien entworfen. Und bis Ende des Jahres müssen wir nun entscheiden, in welche Richtung wir planen und bereits die ersten entscheidenden Schritte machen.”

Eins freut Mronz besonders. „Ich freue mich für unser einmaliges Publikum, dass wir die Zusage erhalten haben. Schon lange vorher gingen bei uns zahlreiche Anfragen nach Karten ein. Das zeigt, wie sehr die WEG angenommen wird.”

Somit gibt es 2006 zwei Reitsport-Highlights: den CHIO - vermutlich Anfang Juni - und die WEG, die voraussichtlich Anfang September stattfinden soll.