Die Netzschau zum 2:2: „Was machst du nur mit uns liebe Alemannia?“

Die Netzschau zum 2:2 : „Was machst du nur mit uns liebe Alemannia?“

Spektakel gab es am Tivoli am Sonntag wieder erst kurz vor Schluss. Heinze rettete der Alemannia in buchstäblich letzter Sekunde ein Unentschieden gegen Kaan-Marienborn. Unsere Netzschau zum Spiel.

Das Resultat gegen den Liga-Neuling und Aufsteiger bedeutet zwar, dass die Kilic-Elf seit nun fünf Spielen ungeschlagen ist, der Trainer der Schwarz-Gelben dürfte dennoch nicht zufrieden sein. Gegen das Tabellenschlusslicht rechnete man fest mit dem ersten Heimsieg - getreu dem Motto „wenn nicht jetzt, wann dann?".

Sonnenschein und angenehme Temperaturen, dazu ein saftgrüner Rasen: Die Vorraussetzungen waren nahezu perfekt. "Enttäuscht uns nicht!", lautete der dementsprechend unmissverständliche Auftrag der Fans vor der Partie.

Fuat Kilic änderte die Aufstellung seiner Mannschaft im Vergleich zum 0:0 beim Wuppertaler SV auf mehreren Positionen. So kam beispielsweise Joshua Holtby zu seinem Starelfdebüt in der Regionalliga.

Vor rund 4100 Zuschauern gab Schiedrichter Julian Engelmann dann pünktlich um 14 Uhr den Startschuss am Tivoli. Recht früh fiel dann auch schon der erste Treffer, aus Sicht der Kaiserstädter jedoch auf der falschen Seite. Mit einem einfachen Doppelpass war Burak Gencal freigespielt worden, der Niklas Jakusch keine Chance ließ und zum 0:1 einschoss. Der Schock saß tief, der Verdruss bei den Fans war groß, vor allem mit Blick auf die Tabelle:

So manch ein Twitter-Nutzer malte gar den Teufel an die Wand:

Mit dem 0:1-Rückstand ging es in die Pause - für viele unglaublich.

Wirklich zwingende Torchancen erspielten sich die Hausherren nach der Pause nicht. Das 0:2 durch Philipp Dünnwald (68.) kam trotzdem überraschend. Damit schien das Spiel entschieden.

Fünf Minuten vor Ablauf der reglurären Spielzeit gab es dann plötzlich jedoch wieder Hoffnung. Kai-David Bösing erzielte etwas glüklich per Freistoß den Anschlusstreffer. Damit leitete er wieder einmal ein Finale furioso ein. Davon hatten die Schwarz-Gelben in dieser noch jungen Runde bereits zu Genüge. Schon gegen Wattenscheid, Oberhausen, Wiedenbrück und Rödinghausen waren die entscheidende Tore erst in den letzten Minuten gefallen. So war es am Sonntag Alexander Heinze, der nach einem langen Ball von Niklas Jakusch das Leder ins Netz verlängerte.

Das Unentschieden hilft den Tivoli-Kickern zwar nicht besonders weiter - bis zur Partie gegen Köln II am Freitag bleiben die Schwarz-Gelben auf dem 16. Platz - doch die Mannschaft bewies Moral und brachte das Stadion am Ende zum Beben. Die Nerven der Fans wurden dabei nicht zum ersten Mal auf die Probe gestellt:

Wer am Sonntag im Sportpark Soers war, bekam am Ende dann also auf jeden Fall Unterhaltung geboten, traf somit die richtige Entscheidung. Nicht so wie dieser Twitter-Nutzer:

(kt)
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