Köln: Vor dem Spiel gegen Paderborn warnt FC-Trainer Stöger das Umfeld

Köln: Vor dem Spiel gegen Paderborn warnt FC-Trainer Stöger das Umfeld

Je näher das erste Pflichtspiel nach der Winterpause rückt, desto öfter muss sich Peter Stöger darüber ärgern, wie die Konkurrenz seinen 1. FC Köln einzuschläfern versucht. So sieht es jedenfalls der 47 Jahre alte Österreicher, wenn die Trainerkollegen die Kölner als uneinholbar und sicheren Aufsteiger bezeichnen.

Peter Neururer vom VfL Bochum hatte am Donnerstag eingestimmt in diesen Chor („so viel kann der FC gar nicht falsch machen, dass er nicht aufsteigt“), und er fing sich dafür von Stöger einen kühlen Konter ein. „Der VfL Bochum wird nicht absteigen. Das steht fest“, sagte der Österreicher vor dem Spiel des FC am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den SC Paderborn.

Auch in der eigenen Stadt spürt Stöger gefährliche Tendenzen: „Im Umfeld wird schon über unser Abschneiden in der Bundesliga spekuliert. Es ist keine Frage mehr, ob wir gegen Paderborn gewinnen. Aber das ist eine schwere Aufgabe. Paderborn kontert extrem gut, sie spielen auswärts richtig stark und werden uns alles abverlangen.“ Personell kann der Österreicher aus dem Vollen schöpfen. Auch Patrick Helmes, der große Teile der Vorbereitung wegen einer Hüftverletzung verpasst hatte, absolvierte die Woche schmerzfrei und gehört am Sonntag zum 18er-Kader. 48.000 Zuschauer werden im Rhein-Energie-Stadion erwartet. Nicht dabei sein werden 53 Personen, die der verabredeten Schlägerei auf dem Kölner Rudolfplatz vor dem Schalke-Testspiel zugeordnet werden: Der FC hat gegen sie Stadionverbote ausgesprochen.

Beim 1:1 im Hinspiel zeigte der FC seine bislang schwächste Leistung, Geschäftsführer Jörg Schmadtke sprach sogar von einem „dramatisch schlechten Spiel“. Stöger sagt: „Ich hoffe, dass es unsere schlechtestes Saisonspiel bleibt. Aber garantieren kann ich das nicht“.

Die ganze letzte Trainingswoche nach dem Testspielspielsieg gegen seinen Ex-Klub Austria Wien (1:0) hat Stöger mit Warnungen verbracht. Und mit der Versetzung von Adil Chihi in die U 23 ein handfestes Signal gesetzt. In einer Mannschaftssitzung diktierte der Österreicher den Profis dann ein verschärftes Anforderungsprofil für die verbleibenden 15 Spiele, in denen der Aufstieg perfekt gemacht werden soll. Und er ließ durchblicken, dass Chihis Verbannung kein Einzelfall bleiben muss. Pflichtbewusstsein, Einstellung und Teamgeist sind die drei Gebote am Geißbockheim. „Ich brauche fixe Größen und keinen, der keine Perspektive mehr sieht, keine Störfeuer und auch niemanden, der glaubt, dass wir schon aufgestiegen sind, wie es die anderen Trainer sagen. Zufriedenheit können wir nicht gebrauchen“, sagte Stöger.

Mögliche Aufstellung: Horn - Brecko, Maroh, Wimmer, Hector - Risse, Lehmann, Gerhardt, Halfar (Peszko) - Helmes, Ujah

(krä/oey)