SWD Powervolleys verlieren vorletztes Saisonspiel vor den Play-offs

Nur noch Platz sechs : SWD Powervolleys verlieren wieder

Das ist bitter: Die SWD Powervolleys haben auch das vorletzte Spiel vor den Play-offs am Samstagabend gegen die Hypo Tirol Alpenvolleys nach einer echten Nervenschlacht knapp mit 2:3 (25:19, 17:25, 25:18, 22:25, 10:15) verloren.

Damit steht Düren nur noch auf Platz sechs der Tabelle, die Alpenvolleys bleiben auf Platz zwei. „Die Enttäuschung unmittelbar nach dem Spiel“, sagte Co-Trainer Justin Wolff, „war sehr groß. Die Mannschaft hatte sich vorgenommen, alles zu geben. Und das hat sie getan. Am Ende war es einfach sehr schwierig, mit nur einem gelernten Mittelblocker auf dem Feld gegen so eine Top-Mannschaft zu bestehen.“ Nur Kapitän (und Mittelblocker) Michael Andrei war beim Spiel in Tirol fit. Lukas Maase hatte wegen seiner Bauchmuskelverletzung vom Arzt noch keine Freigabe für das schwere Spiel bekommen.

Und Tim Broshog hatte sich zu allem Überfluss beim Training verletzt. Wie lange er ausfallen wird, ist noch unklar. Genauere Untersuchungen sollen heute und morgen stattfinden. Wolff: „Unser Außenangreifer Florian Lacassie hat Andrei unterstützt, und er hat seine Sache sehr gut gemacht. Trotzdem war es natürlich für ihn eine enorme Aufgabe.“ Sein Team sei vor allem taktisch ein sehr großes Risiko eingegangen. „Am Ende hat sich das leider nicht ausgezahlt.“

Dabei hatte das Spiel so gut angefangen. Der erste Satz war lange Zeit offen. Zwei Angriffsfehler der Gastgeber brachten Düren in Führung. Vor allem der Aufschlag von Sebastian Gevert machte den Alpenvolleys zu schaffen. So war es auch nicht verwunderlich, dass der den ersten Durchgang mit seinem vierten Ass beendete.

Im zweiten Satz steigerten die Gastgeber sich deutlich. Die Aufschläge der Alpenvolleys wurden besser, die Truppe von Trainer ‎Štefan Chrtiansky ging früh in Führung und gab diese nicht mehr aus der Hand. Düren ließ sich davon nicht beeindrucken und fand zurück ins Spiel. Bjoern Andrae sorgte mit zwei Assen für eine 11:9-Führung, die die Powervolleys bis zum Satzende verteidigen konnte. In Satz vier gelang es den Powervolleys dann aber nicht, den nötigen Druck auf die Alpenvolleys aufzubauen – auch, weil die Aufschläge nicht mehr funktionieren.

Die Dürener machten neun Fehler in diesem Satz. Und konnten schließlich auch im Tie-Break nicht mehr zu ihrer Form zurückfinden. Wir haben ein gutes und in Teilen sogar sehr gutes Spiel in Innsbruck abgeliefert“, sagte Co-Trainer Jaromir Zachrich. „Die Alpenvolleys haben vor dem Spiel gesagt, dass sie uns nicht als Hürde sehen. Da haben wir sie wohl eines Besseren belehrt.“ Auch von Trainer Justin Wolff gab es viel Lob für die Mannschaft. „Mit der Leistung können wir wirklich zufrieden sein. Ich hoffe, dass die Enttäuschung der Spieler bald dieser Gewissheit weicht.“

Das letzte Spiel vor den Play-offs bestreiten die Powervolleys am Samstag, 23. März zu Hause (Anpfiff 19 Uhr in der Arena Kreis Düren, Nippesstraße 4) gegen die Helios Grizzlys Giesen. Platz fünf können die Dürener nicht mehr aus eigener Kraft erreichen. „Das ist richtig“, sagte Trainer Justin Wolff am Sonntag. „Aber nicht mehr wirklich entscheidend. Wir müssen uns jetzt auf uns konzentrieren, unser Ding machen. Wir wollen noch weit kommen. Und das bedeutet, dass wir sowieso jeden Gegner schlagen müssen.“

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