SWD Powervolleys: Eric Burggräf freut sich auf Tomas Kocian

Wenn das Talent vom Routinier lernt : Eric Burggräf freut sich auf Tomas Kocian

Ein Grund, warum Eric Burggräf von der Spree an die Rur gewechselt ist, trägt den Namen Tomas Kocian. Diesen Fakt betonte der 20-Jährige beim offiziellen Trainingsauftakt der SWD Powervolleys. Denn: Eric Burggräf will lernen – eben von Tomas Kocian.

Denn beide sind Zuspieler. Allerdings ist Kocian der weitaus erfahrenere der beiden Volleyballer. Der 31-jährige Kocian beispielsweise spielte mit dem VfB Friedrichshafen in der Champions League, der Ex-Aktive des VCO Berlin agierte in der vergangenen Saison noch als Zuspieler der Junioren-Nationalmannschaft.

Ausbilder

Während der Routinier schon früh den Vereinsverantwortlichen signalisierte, als „Ausbilder“ für einen jungen deutschen Zuspieler fungieren zu wollen, wuchs mit dem Auswärtsspiel des VCO in Düren der Wunsch des jungen Mannes, sich den Powervolleys anzuschließen. „Ich hatte darauf gehofft, dass die Dürener mich ansprechen“ sagte Burggräf. Nicht nur weil die Atmosphäre in der Arena einmalig sei, sondern auch, weil er von den Tipps Kocians viel lernen könne: „Viel Erfahrung sammeln, etwas Spielpraxis, das ist mein Ziel“, sagte Burggräf.

Viele Spiele von Tomas Kocian habe er gesehen, seine Spielidee finde er richtig gut, erklärte der Neu-Dürener. Ihn fasziniere auch, wie eingespielt Kocian mit seinen Mittelblockern sei, wie er besonders Michael Andrei immer wieder über die Mitte ins Spiel einbeziehe.

Powervolleys Düren starten mit dem Training

In seinen ersten Tagen hat Burggräf durchaus schon einen Unterschied zwischen seinem alten und dem neuen Trainer festgestellt: Verstappen gab den Talenten die Richtung vor, Stefan Falter, den „ich für einen sehr guten Trainer halte“, hört sich auch die Meinung seiner (erfahrenen) Spieler an.

So jung an Jahren Burggräf auch ist, so trug der 20-Jährige doch schon Verantwortung: Als Kapitän des VCO Berlin fungierte er als Bindeglied zwischen Team und Trainer Johan Verstappen, der seinen Wechsel zu Kocian und den Powervolleys begrüßte. Und so trifft Burgräf nach Jahren wieder den Mann, den er als Knabe einst kennengelernt hat.

Ballroller und Wischer

Eben Michael Andrei, den Mannschaftskapitän seines neuen Klubs. Ihn kennt Eric Burggräf aus der Zeit, in der Andrei in Gotha spielte. Burggräf durfte beim VC als Ballroller und Wischer während der Bundesligapartien tätig sein. „Michael war schon zu der Zeit ein Vorbild für den Jungen.“ Und schon nach wenigen Tagen in Düren hat Burggräf die Philosophie verinnerlicht, die Andrei für die Powervolleys mit den Worten beschreibt: „Wir müssen nach außen aggressiv auftreten und nach innen sehr geschlossen.“ Sich selbst bezeichnet Burggräf auch als einen sehr emotionalen Spieler: „Das bezieht sich aber darauf, ein Spiel gewinnen zu wollen, sich positiv zu bestärken – und nicht negativ gegenüber einem Mannschaftskameraden oder Gegner.“

Michael Andrei, der Routinier, ist sicher, dass die Worte Burggräfs keine leeren Floskeln sind, sondern aus ehrlicher Überzeugung gesprochen wurden: „Die Zugänge sind charakterlich viel weiter als die von vor einem Jahr.“ Andrei verweist zum Beispiel auf Niklas Seppänen, den Finnen, der mit Mitte 20 über Auslandserfahrung verfügt, auf Egor Bogachev, der mit den Berlin Recycling Volleys schon zweimal Deutscher Meister geworden ist – oder eben auf Burggräf. Und auch in Tobias Brand und Philipp Schumann sieht Andrei Mitstreiter, die den Kader – wie man so schön sagt – in der Tiefe breiter machen: „Ich bin sicher, dass wir jeden Spieler dahin bekommen, dass er in Finalspielen eingesetzt werden kann.“ Im vergangenen Jahr, erinnert sich Andrei, sei das auf einzelnen Positionen nicht der Fall gewesen.

Zuversichtlich blickt der Mannschaftskapitän also der neuen Saison entgegen: „Jeder Spieler will den Erfolg. Und was auch wichtig ist: Zwischenmenschlich ist im Team alles in Ordnung.“