Mit Teamgeist gegen individuelle Klasse: Powervolleys wollen gegen Berlin die dritte Begegnung erzwingen

Mit Teamgeist gegen individuelle Klasse : Powervolleys wollen gegen Berlin die dritte Begegnung erzwingen

Es ist das bisher wichtigste Spiel der Saison: Die SWD Powervolleys bestreiten am Mittwoch (Anpfiff 19 Uhr) in der Arena Kreis Düren ihr zweites Play-off im Viertelfinale der Deutschen Volleyball-Meisterschaft.

Das Hinspiel gegen den amtierenden Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys hat die Mannschaft von Chefcoach Stefan Falter mit 0:3 verloren. Vor allem im dritten Durchgang, der mit 14:25 zu Ende ging, zeigten die Powervolleys eine desolate Leistung. „Den dritten Satz müssen wir ausblenden“, sagt Stefan Falter. „Unsere Erkenntnisse für das Rückspiel haben wir aus den ersten beiden Durchgängen gewonnen.“

Das Spiel in Berlin war Falters erster Einsatz nach langer Krankheit. „Es war schon ein bisschen holprig“; sagt er. „Die Einheit zwischen Bank und Mannschaft war noch nicht so wie vor meiner Krankheit.“ In dieser Woche habe sich das aber deutlich verbessert. „Die Trainingseinheiten waren sehr gut und vor allem sehr emotional. Alle sind sehr ehrgeizig.“

Für die Partie heute Abend in Düren wünscht Falter sich innerhalb seiner Mannschaft eine größere Einheit. „Körpersprache und Performance haben in Berlin nicht immer gut funktioniert. Das muss anders werden.“ Es mache keinen Sinn, darüber nachzudenken, was passiert wäre, wenn Düren und nicht die Berlin Recycling Volleys den äußerst knappen ersten Satz im ersten Play-off gewonnen hätte. „Wir müssen auf uns gucken, darauf achten, was wir besser machen können. Alles andere bringt nichts.“

Berlin habe im Hinspiel zehn Asse gemacht, Düren keins. „Das ist schlecht“, sagt Falter. Deswegen fordert er von seinen Spielern heute Abend mehr Mut, was den eigenen Aufschlag angeht. „Ich sage bewusst Mut und nicht Aggressivität. Es muss mehr Wille deutlich werden.“

Es sei kein Geheimnis, ergänzt der Chef-Trainer, dass Berlin seiner Mannschaft individuell überlegen sei – und das nicht nur wegen des russischen Olympiasiegers Sergej Grankin. „Dieser Spieler ist Weltklasse. Wir können Berlin nur mit einer starken Abwehr, guten Aufschlägen und eben einer geschlossenen Mansnchaftsleistung schlagen.“ Tatsache sei, dass Berlin nicht gerne in Düren spielen würde. „Natürlich liegt der Druck bei uns“, sagt Falter. „Wir müssen es schaffen, die Berliner zum Zweifeln zu bringen. Dann können wir das Spiel gewinnen.“ Gelingt Düren heute Abend das scheinbar Unmögliche, ist für Stefan Falter nicht nur auf dem Papier wieder alles offen: „Sollten wir gewinnen, ist für die Berlin Recycling Volleys die ganze Saison wieder bei Null. Und für uns ist alles drin.“

Alle Dürener Spieler können heute spielen, auch der zuletzt verletzte Tim Broshog, der im Hinspiel noch geschont werden musste.

(kin)
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