Düren: Volleyball-Bundesligist spielt Samstag beim TV Rottenburg

Trainer und Spieler lieben die emotionale Atmosphäre: Powervolleys wollen den Druck konstant hochhalten

Die SWD Powervolleys wollen unbedingt die Hauptrunde auf einem besseren als dem aktuellen sechsten Platz beenden. Deshalb streben sie an, am Samstag ihr Auswärtsspiel beim TV Rottenburg unbedingt zu gewinnen – wie auch die restlichen Partien.

Sie hoffen, dass die Konkurrenten um die besten Play-off-Plätze Punkte liegen lassen. Eben diese Punkte dürfen die Gastgeber erst recht nicht liegen lassen. Denn für die Schützlinge von Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger geht es nicht um einen Platz in der K.o-Runde, sondern existenziell um den Klassenerhalt. Die Gastgeber stehen angesichts ihres Abstiegsplatzes und des Fernduells mit Aufsteiger Helios Grizzlys Giesen unter Zugzwang. Der emotionale Coach nahm seine Spieler in die Pflicht und sprach von Endspielen, die der TVR bis einschließlich der letzten Hauptrundenpartie haben werde.

 Umso emotionaler dürfte also die Stimmung in der Tübinger Paul-Horn-Arena ab 19.30 Uhr sein: „Wir lieben diese Stimmung“, sagt Dürens Justin Wolff. „In einer solchen Atmosphäre finden wir umso besser in unser Spiel“, freut er sich auf die sportliche Auseinandersetzung mit Rottenburg.

Das Ziel ist klar: Düren will mit drei Punkten die Heimreise antreten. Und deshalb ist auch logisch: „Wir wollen an unsere starke Leistung bei der 2:3-Niederlage gegen den VfB Friedrichshafen anknüpfen.“ Will sagen: Die SWD Powervolleys wollen mit sehr guten Aufschlägen die Annahme des Gastgebers ins Wanken bringen und so einen variablen Spielaufbau verhindern. Gleichzeitig setzen sie auf ihre Angriffswucht. Wolff: „Wir müssen den Druck in allen Sätzen hochhalten und dürfen nicht den Kopf verlieren.“ In manchen Szenen der vergangenen Partien – drei gingen in Folge verloren – trafen Aktive die falsche Entscheidung. „Wir haben zwar unglücklich Punkte in Sätzen abgeben, aber ich mache den Spielern keine Vorwürfe.“ Volleyball ist eben ein Fehler-Spiel.

Keinen Fehler wird weiter Lucas Coleman machen. Der Außenangreifer dürfte nach seiner Hüft-Operation in der Play-off-Runde wieder zum Einsatz kommen. Mittelblocker Tim Broshog agierte gegen die Häfler über fünf Sätze, sodass Wolff feststellte: „Er ist wieder zu 100 Prozent dabei.“ Dies kann er nicht von Lukas Maase sagen. Den jungen Mittelblocker schont Justin Wolff derzeit etwas. Eine Bauchmuskelzerrung macht Maase zu schaffen, allerdings könnte er im Fall des Falles schon helfen, Angriffe des Gegners zu stoppen.

Der hat in den vergangenen Jahren wenig gegen die Powervolleys bestellen können. Der letzte Sieg datiert vom 14. Februar 2016. 3:1 gewannen die Rottenburger. Vor drei Jahren steckten sie auch im Abstiegskampf.

(sis)
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