Sieg gegen Berlin: Die Powervolleys erzwingen ein Entscheidungsspiel

Sieg gegen Berlin : Die Powervolleys erzwingen ein Entscheidungsspiel

Schnell, spannend und am Ende denkbar knapp: Die SWD Powervolleys gewannen das zweite Viertelfinal-Play-off-Spiel um die Deutsche Volleyballmeisterschaft mit 3:2 (25:22, 20:25, 20:25, 25:22 und 15:13) und zwingen den amtierenden Deutschen Meister, die Berlin Recycling Volleys, zum Entscheidungsspiel am Sonntag in Berlin.

Es war ein echter Volleyball-Krimi, ein Spiel auf Augenhöhe, aber auch ein Spiel der vielen Fehler: Beide Mannschaften schlugen am Mittwochabend in der Arena Kreis Düren schlecht auf. Hinzu kamen echte Top-Spieler auf Berliner Seite. Der individuellen Klasse des US-amerikanischen Außenangreifers Benjamin Patch und des russischen Zuspielers und Olympiasiegers Sergei Grankin hatte Düren vor allem im zweiten und dritten Satz nur wenig entgegenzusetzen.  Und trotzdem: Am Ende waren es eine geschlossene Mannschaftsleistung, Wille und ein tolle Moral, die Düren den Sieg bescherte.

Der erste Satz war ein offener Schlagabtausch, den am Ende die Powervolleys für sich entschieden. Lange war der Durchgang sehr ausgeglichen, erst mit dem 12:11 ging die Mannschaft von Cheftrainer Stefan Falter, der nach seiner langen Erkrankung in der Arena Kreis Düren von den rund 1400 Zuschauern mit einem sehr herzlichen Applaus begrüßt wurde, zum ersten Mal in Führung. Und diese Führung haben Michael Andrei und seine Kollegen nicht mehr aus der Hand gegeben, konnten sie sogar am Ende auf 24:21 ausbauen. Mit einem Aufschlagfehler der Berlin Recycling Volleys endete der erste Satz.

Auch der zweite Durchgang war zunächst ausgeglichen, allerdings gingen die Berliner nach dem 7:7 in Führung. Düren machte viele Fehler, konnte sich aber trotzdem noch einmal auf 17:18 ranarbeiten – auch nach einer Vier-Punkte-Führung. Berlins. Und trotzdem: Die Berlin Recycling Volleys bewiesen Nerven und gewannen Satz zwei mit fünf Punkten Vorsprung. Und das auch deshalb, weil die Dürener zwar in ihren Aufschlägen mehr riskierten, wie es ihr Cheftrainer vor dem Spiel gefordert hatte – aber eben auch häufig patzten.

Powervolleys überraschen in Playoffs mit Sieg gegen Berlin

Auch im dritten Satz war Berlin die deutlich bessere Mannschaft. Aber die Powervolleys gaben nie auf und fanden im vierten Satz zurück ins Spiel. Dank Kampfgeist, viel Einsatz und am Ende auch der nötigen, mehr als verdienten Portion Glück entschied Düren den vorletzten Durchgang für sich. Zwar konnte Berlin eine 15:13-Führung in der Mitte des Satzes ausgleichen. Düren aber behielt die Ruhe und mit zwei guten Aufschlägen von Björn Andrae endete der vierte Durchgang 25:22. Im Tie-break hatten dann die Powervolleys die besseren Nerven. Tomas Kocian sagte: „Dieses Spiel war pure Willenskraft. Wir wollten aber am Sonntag unbedingt nach Berlin.“ Beim Aufschlag habe heute nicht viel geklappt. „Da müssen wir uns deutlich steigern. Aber der Rest war super.“

Mehr von Aachener Nachrichten