Innsbruck/Tirol: Powervolleys: Die Dürener unterliegen im Tiebreak

Innsbruck/Tirol : Powervolleys: Die Dürener unterliegen im Tiebreak

So recht wusste Stefan Falter nicht, ob er mit dem einen Punkt zufrieden sein konnte, den die SWD Powervolleys Düren bei den Hypo Tirol Alpen Volleys eingefahren hatten. Die 2:3-Niederlage handelte sich Düren im Spitzenspiel des Tages in der Volleyball-Bundesliga in Innsbruck ein.

25:19, 23:25, 22:25, 25:19, 12:15 lauteten die Satzergebnisse gegen das Team, das seit dieser Saison als Zusammenschluss von Unterhaching und Innsbruck in der Bundesliga spielen darf. „Wenn unsere Konkurrenten um die Playoff-Plätze hier alle gewinnen, dann ist der Punkt nicht viel wert.“ Was Falter wohl gemeint hat: Es ist unwahrscheinlich, dass bis auf die Topteams viele Gegner etwas Zählbares mitnehmen können. Dafür dürfte der Neuling zu stark sein.

Zwei Schwächephasen

In Satz eins und drei spielte Düren stark, war im Aufschlag besser und in der Annahme der gegnerischen Aufschläge stabiler. Zu mehr als zu zwei gewonnen Sätzen und einem Punkt reichte es aber nicht. „Wir hatten zwei Phasen, in denen haben wir nicht gut ausgesehen“, berichtete Falter. Im Umkehrschluss kam man auch sagen, dass die Alpen Volleys dazu beitrugen, dass Düren den Faden verlor.

Die erste der zwei schwächeren Phasen passierte im vierten Satz, als Düren bei 11:13 noch in Reichweite war, aber aufgrund von zu vielen Wacklern im Spielaufbau abreißen ließ. Die Alpen Volleys waren auf 21:14 enteilt. „Da haben wir keine cleveren Lösungen mehr gefunden in den vielen Situationen, in denen unser Spielaufbau nicht optimal war“, sagte Falter.

Der Liga-Neuling, der mit der Champions-League-Erfahrung und dem Etat der Innsbrucker direkt ganz oben in der Bundesliga einsteigt, schlug Düren teils mit den eigenen Waffen. Hier und da verteidigten sie auch die gut vorbereiteten Angriffe des Gegners und nahmen den phasenweise stark spielenden Powervolleys den Wind aus den Segeln.

Die Alpen Volleys hatten aber auch Glück, konkret am Ende des zweiten Satzes, der am härtesten umkämpft war. Beim Stand von 24:23 hatten sie Satzball und jubelten wenige Momente später, während Düren minutenlang gegen die Entscheidung des Schiedsgerichts protestierte.

Die Meinung der Powervolleys: Der letzte Ball in Satz zwei, der vom Block der Alpen Volleys abprallte, landete knapp hinter dem Netz im Feld der Gastgeber. Die Schiedsrichter sahen das anders. Überhaupt machten die Unparteiischen keine gute Figur, beide Teams haderten häufig. Ausgleichende Gerechtigkeit, wäre da nicht die eine Entscheidung beim Satzball gewesen.

Wackel-Phase Nummer zwei kam zur Unzeit im Tiebreak, als die Powervolleys einen 3:0-Vorsprung nicht halten konnten. Zu häufig landeten die Bälle im Spielaufbau nicht präzise genug in den Händen von Regisseur Stijn D‘Hulst. Die Alpen Volleys konnten die nicht optimal vorbereiteten Dürener Angriffe zurückschlagen. Und sie waren im Block besser. Bester Beweis war der Matchball, bei dem Dirk Westphal an der Wand der Alpen Volleys scheiterte.

„Wir werden jetzt nicht depressiv, weil wir wieder auswärts verloren haben“, sagte Falter nach zwei Siegen und zwei Niederlagen zum Saisonstart, bei dem jeder Gegner ein Spitzenteam war. Noch am Sonntagabend reisten die Powervolleys mit dem Bus in Richtung Berlin. Beim Meister tritt Düren am Mittwoch im Pokal-Achtelfinale an.

Mehr von Aachener Nachrichten