Aachen: Neue Chance für die „Ladies in Black“

Aachen: Neue Chance für die „Ladies in Black“

Überraschende Wende: „Wir haben uns entschieden, den Lizenzantrag zu stellen, allerdings mit der klaren Auflage, dass das Budget auf soliden Beinen steht.“ Nachdem zwischen dem Alemannia-Vorstand und den Volleyball-Bundesligisten des Vereins die Zeichen schon klar auf Trennung gestellt waren, eröffnet sich nach der Aussage von Alemannia-Schatzmeister Oliver Laven doch noch die Chance, dass die „Ladies in Black“ auch in der kommenden Spielzeit im Namen und mit dem Logo der Alemannia in der Bundesliga antreten.

„Keiner will den Volleyball nicht mehr im Verein haben“, erklärte Laven weiter.

Doch zukünftig müsse ausgeschlossen werden, dass der Verein — wie in den vergangenen Jahren — neben dem bisher gezahlten Saisonzuschuss von 75.000 Euro, der zukünftig ohnehin wegfällt, auch noch für die regelmäßig auftretenden Etatüberschreitungen gerade stehe. „Wir dürfen nicht wieder im Minus landen, das würde den Untergang des Gesamtvereins bedeuten.“

Auch Vize-Präsident Helmut Kutsch forderte, dass von den Volleyballern klare Zahlen und definitive Sponsoren-Zusagen vorgelegt werden: „Ich segne nur noch ab, was hinterlegt ist und was passt.“

Für die Verantwortlichen der Volleyballabteilung kam das Einlenken des Vorstandes drei Tage vor Fristende ziemlich überraschend: „Aufgrund der Situation und der knappen Zeit haben wir nicht wirklich mehr damit gerechnet“, erklärte Bundesliga-Obmann Reinhard Strauch. „Wir müssen jetzt sehen, dass wir schnell die Unterschrift für den Lizenzantrag bekommen und wir wieder zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zurückkehren.“