Maaseik: Ladies ziehen souverän ins Halbfinale ein

Maaseik : Ladies ziehen souverän ins Halbfinale ein

Als die Ladies in Black Aachen fast auf den Tag genau vor einem Jahr zu ihrem Premierenspiel im Play-off-Viertelfinale gegen den Schweriner SC antraten, zeigte das Team von Aachens Trainerin Saskia van Hintum einen großen Kampf, musste sich aber mit dem Applaus der Zuschauer zufrieden geben.

364 Tage später jubelten die 1307 Zuschauer erneut, diesmal feierten die Fans den Einzug ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft. Aachen gewann souverän mit 3:0 (25:21, 25:21, 25:23)

„Ich hab Gänsehaut am ganzen Körper“, heizte Hallensprecher André Schnitker den Zuschauern ein. „Heimspiel ist da, wo wir sind“, feierte er die „Hexenkessel“-Stimmung beim Auswärts-Heimspiel im belgischen Maaseik. Doch die Wiesbadenerinnen schienen zunächst die 0:3-Niederlage gegen die Ladies aus dem Hinspiel vor eigenem Publikum abgehakt zu haben. Die Aachenerinnen konnten sich nicht absetzen. Noch zur zweiten technischen Auszeit führten die Ladies mit vier Punkten Vorsprung. Wiesbaden schlug zurück, kam noch mal bis auf einen Punkt heran. Doch Aachen erarbeitete sich drei Satzbälle, gleich den ersten nutzte Tessa Polder zur 1:0-Führung.

Den zweiten Durchgang eröffnete Aachens Zuspielerin Britt Bongaerts mit einem Ass, was dem gegnerischen Selbstbewusstsein nicht unbedingt zuträglich war, Aachens Kapitänin McKenzie Adams ließ zwei weitere Punkte folgen, die Ladies hatten schnell wieder die Spielkontrolle, VCW-Trainer Dirk Groß nahm schon beim Stand von 3:6 gegen seine Mannschaft die erste Auszeit.

Erneut zeigte sich der Block als eine der schärfsten Waffen der Aachenerinnen, die Ladies blieben zur ersten technischen Auszeit mit drei Punkten vorn. Wiesbaden legte einen Zwischensprint ein, kam erneut bis auf einen Punkt heran. Doch die Ladies hatten auch in den Aufschlägen die bessere Waffe, setzten die gegnerische Annahme unter Dauerdruck, oft folgte nur ein Dankeball, den die Aachenerinnen dann für sich verwerten konnten. Der unretournierbare Aufschlag von McKenzie Adams brachte das 15:9 und damit eigentlich einen komfortablen Vorsprung.

Ein kleiner Bruch, dann die Rettung

Doch was folgte war ein kleiner Bruch im Aachener Spiel, die Ladies „retteten“ sich durch einen gegnerischen Aufschlagfehler mit 16:13 in die zweite technische Auszeit. Mittelblockerin Jeanine Stoeten ließ einen Aufschlagpunkt folgen, die Angriffsmaschinerie der Ladies kam wieder in Schwung. Und Stoeten legte ein Ass zum 20:13 nach. Die Gäste blieben dran, aber ein Leger von Bongaerts brachte die nächsten vier Satzbälle. Der erste ging an den VCW, der nächste Angriff blieb im Aachener Blok hängen, die Ladies führten mit 2:0.

Aber der VCW kam stärker aus der längeren Pause vor dem dritten Satz zurück, lag mit 8:5 vorn, doch die Ladies schafften bei 10:10 den Ausgleich. Wiesbaden konterte und lag auch bei der zweiten technischen Auszeit mit drei Punkten vorn. Aachens Trainerin nahm bei 15:18 eine Auszeit. Die Ladies glichen zum 18:18 aus, McKenzie Adams besorgte die erste Führung. und das 22:21, Jelena Sunjic den Matchball. Die Entscheidung brachte: der Block. Jeanine Stoeten verwandelte die erste Gelegenheit

„Ich habe mir trotz des engen dritten Satzes keine Sorgen gemacht“, meinte Sportdirektor Sebastian Gutgesell. „Die Mannschaft ist mental stark und kann solche Situationen meistern. Wir stehen im Halbfinale, was jetzt noch kommt, ist Zugabe.“

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