Ladies in Black vor dem Saisonstart: „Wir sind bereit zu spielen“

Ladies in Black vor dem Saisonstart : „Wir sind bereit zu spielen“

Der Aachener Volleyball-Bundesligist startet am Mittwoch in Erfurt in die neue Saison. Neuaufbau nach einer erfolgreichen Saison für Trainerin Saskia van Hintum mit neun neuen Spielerinnen.

Als letzte der elf Spielerinnen stieß dann am vergangenen Wochenende Libera Kirsten Knip zu ihren Teamkolleginnen der Ladies in Black Aachen, zwei Tage, nachdem ihre Oranje-Kolleginnen Nicole Oude Luttikhuis und Marrit Jasper eingetroffen waren.

Und dort begegnete die niederländische Nationalspielerin ihrer Trainerin Saskia van Hintum und Mittelblockerin Lisa Gründing, neue Kapitänin der Ladies in Black, wieder, die ihr bei den Weltmeisterschaften vor wenigen Wochen noch in den Reihen der deutschen Nationalmannschaft als direkte Konkurrentinnen gegenüber gestanden hatten. 
„Es stimmt schon, dass wir in diesem Jahr wenig Zeit zur gemeinsamen Vorbereitung hatten“, meint auch Trainerin Saskia van Hintum, die mit ihrem Team am Dienstagvormittag Richtung Erfurt aufgebrochen ist, wo am Mittwoch (19 Uhr) das erste Meisterschaftsspiel gegen Schwarz-Weiß Erfurt ansteht. „Aber wir sind bereit und können spielen. Und es ist egal, ob der Gegner Schwerin oder Erfurt heißt.“

Trotzdem dürfte den Aachenerinnen das durchaus zu bewältigende Auftaktprogramm – am Samstag müssen die Ladies zum Pokal-Achtelfinale beim Zweitligisten Snowtrex Köln antreten, eine Woche später empfangen die Aachenerinnen die Roten Raben Vilsbiburg zur Heimpremiere – durchaus entgegenkommen. Zumal der Kampf um die Startpositionen erst richtig entbrannt ist, seitdem die Spielerinnen vollzählig sind. „Wir sind auf jeder Position doppelt gut besetzt und überall ist der Kampf um die Plätze in der Startformation entbrannt“, sieht van Hintum ihre Spielerinnen mit großem Ehrgeiz bei der Sache.

Doppelter Wechsel möglich

Dieser Kampf dürfte vor allem auf Positionen Zuspiel und Diagonalangriff entbrennen, wo der 48-Jährigen mit Aziliz Divoux sowie Denise Imoudu (Zuspiel) sowie Maja Storck und Taylor Agost (Diagonal) zwei gleichwertige Paare für einen möglichen Doppelwechsel und somit für größere taktische Variationen zur Verfügung stehen. War der Diagonalangriff in der vergangenen Saison durchaus eine der Schwachstellen im Aachener Kader, verfügt die Trainerin der Ladies nun über zwei unterschiedliche Spielertypen: Die Schweizerin Storck kann sich mit ihrem starken Armzug durch den gegnerischen Block schlagen, die US-Amerikanerin Agost schafft es, dank ihrer Abschlaghöhe über das gegnerische Abwehrbollwerk zu schlagen.

Den Erfurterinnen stehen bei ihrem Heimauftritt auch aufgrund von Verletzungen nur neun Spielerinnen zur Verfügung. Durchaus ein Vorteil, doch auf die leichte Schulter nehmen wollen die Ladies den Auftaktgegner auf keinen Fall. „Natürlich ist Erfurt nicht sonderlich breit aufgestellt und kann in eigener Halle und eigenem Publikum unbeschwert aufspielen“, räumt van Hintum ein. „Aber es wird darauf ankommen, dass wir diszipliniert auftreten und unser Spiel durchbringen müssen.“

Mehr von Aachener Nachrichten