Volleyball: Ladies in Black Aachen scheitern an MTV Stuttgart

Traum geplatzt : Ladies in Black verabschieden sich vom Meisterschaftskampf

Um 20.18 Uhr war die Saison für die Ladies in Black am Donnerstag beendet. Die Aachenerinnen verloren auch das dritte Play-off-Halbfinale gegen den MTV Stuttgart und beenden die Meisterschaftsrunde als Dritte, wie im Vorjahr ausgezeichnet mit der Bronzemedaille.

Sportlich hätte diese Mannschaft mehr verdient gehabt als ein erneutes 0:3 (23:25, 19:25, 23:25). Wäre es gelungen, den Stuttgarterinnen den ersten Satz zu entreißen, wären die Karten in dieser Partie neu verteilt gewesen. Doch die Ladies rannten den gesamten Satz über einem knappen Rückstand hinterher und schafften es nicht, an den Gastgeberinnen vorbeizuziehen. Die MTV-Spielerinnen gruben fast alles aus dem Hallenboden aus, was irgendwie möglich war, standen in den entscheidenden Situationen stark im Block und hielten die Ladies auf dem kleinen Abstand. Bis kurz vor Satzende, als die Ladies zum 22:22 und 23:23 ausgleichen konnten, doch dann schlug Stuttgarts überragende Angreiferin Krystal Rivers zweimal zu und der Satz war verloren.

Die Auswirkungen waren im zweiten Durchgang sichtbar: Stuttgart zog fast mühelos davon, weil die Aachenerinnen noch mit dem vorangegangenen Satzverlust haderten. Doch nach dem 12:19 ging noch einmal ein Ruck durch das Team, Aachen kämpfte sich noch einmal heran, doch die 2:0-Satzführung für den MTV war nicht mehr zu verhindern. Trotzdem war von Resignation nichts zu spüren, Stuttgart ließ ein wenig nach, die Ladies wollten es noch einmal wissen und legten eine 16:9-Führung hin. Doch dann riss der Faden, die Stuttgarterinnen setzten alles daran, den Gegner nicht noch einmal ins Spiel kommen zu lassen, und Aachen leistete sich ein Fehlerfestival mit vier verschlagenen Aufnahmen fast in Folge. Der MTV zog vorbei und hatte die Partie psychologisch entschieden.

Dass Krystal Rivers den zweiten Matchball nutzte, passte zur Dramaturgie aller drei Begegnungen. Was dann folgte, war die Belohnung für eine erfolgreiche Saison. Die Bronzemedaillen wurden überreicht, die ganze Halle spendierte dem unterlegenen aber würdigen Gegner stehend Applaus. „Diese tollen Aachener Fans haben eine eigene Halle verdient“, meinte Stuttgarts Hallensprecher, und der Jubel der Zuschauer zeigte, dass er mit dieser Meinung nicht alleine steht. Und die innigen Umarmungen unter den Ladies, die wie Abschied voneinander wirkten, zeigten wohl, dass sich der Aachener Anhang zwar nicht schnell an eine neue Spielstätte, aber an ein paar neue Gesichter in der Mannschaft gewöhnen werden muss.

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