Neuzugang der Ladies in Black Aachen: Interview mit Mareike Hindriksen

Zuspielerin kehrt zurück : Hindriksen bläst mit den Ladies zur Attacke

Bereits von 2007 bis 2010 spielte Mareike Hindriksen für Aachen in der Volleyball-Bundesliga. nach Zwischenstationen in Suhl, Hamburg, Stuttgart und Dresden, wo sie Deutsche Meisterin und Pokalsiegerin wurde, und zuletzt Münster kehrt die Zuspielerin zur kommenden Saison nach Aachen zurück. Mit der 31-Jährigen, die am Montagabend als Überraschungsgast beim PTSV Aachen präsentiert wurde, sprach Roman Sobierajski.

Können sich die Ladies in Black über gleich zwei Zugänge auf einmal freuen?

Mareike Hindriksen (lacht): Meinen Sie meinen Papa und mich? Er wird auf jeden Fall wieder auf der Tribüne sitzen und für die Ladies auf seiner Posaune zur Attacke blasen.

Sie haben bislang für fünf Bundesliga-Vereine und ein Jahr in Tschechien gespielt. Ist die Rückkehr zu ihrem ersten Klub Zufall oder mehr?

Hindriksen: Dahinter steckt auf jeden Fall große Verbundenheit. Der Kontakt ist nie abgerissen, auch wenn ich jetzt sein neun Jahren nicht mehr für Aachen gespielt habe. Es musste nur irgendwann für beide Seiten passen. Nun habe ich für zwei Jahre unterschrieben.

Schließt sich da ein Kreis?

Hindriksen: Kann man so sagen. Aachen war meine erste Station in der Bundesliga. Ich freue mich, dass es jetzt noch einmal klappt, ich bin topfit und kann dem Verein helfen.

Spielt in der kommenden Saison wieder für die Ladies in Black: Zuspielerin Mareike Hindriksen (Archivbild). Foto: Andreas Steindl

Welche sportlichen Hoffnungen und Erwartungen verbinden Sie mit Ihrer Rückkehr?

Hindriksen: Man muss die endgültige Kaderzusammenstellung abwarten. Aber Aachen hat nun zwei Jahre hintereinander Bronze geholt, hat sich oben etabliert. Und ich bin unheimlich ehrgeizig. Ich hatte supergute Gespräche mit Trainerin Saskia van Hintum. Man schaut ja immer, was die Spielidee ist und wie das umgesetzt werden soll. Aachen spielt schnell und aggressiv im Angriff. Ich freue mich von ihr zu profitieren und zu lernen.

Es gibt nicht wenige in Aachen, die behaupten, hätten Sie beim Pokalfinale 2015 zwischen den Ladies und Stuttgart auf Aachener Seite gestanden, wäre die Partie anders ausgegangen.

Hindriksen: Das ist im Nachhinein natürlich schwer zu beurteilen. Gegen Aachen zu spielen, war schon etwas ganz Besonderes für mich, sehr bewegend. Allein diese schwarze Wand auf der Tribüne zu sehen. Aber ich gebe für den Verein, für den ich antrete, immer 100 Prozent.

Vielleicht ergibt sich ja nun die Möglichkeit, diesen geschichtlichen Fehler zu korrigieren.

Hindriksen: Pokalsieger mit Aachen zu werden, das wäre riesig. Ich würde als Erste „hier“ schreien.

Hat sich Ihr Vater Hermann ebenfalls vertraglich verpflichtet oder kommt er freiwillig?

Hindriksen: Der kommt aus freien Stücken, und die Posaune bringt er auch auf jeden Fall mit.

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