Liga-Endspurt: Die Ladies in Black Aachen gegen den VC Wiesbaden

Wiesbaden zu Gast : Für die Ladies beginnt der Liga-Endspurt

Natürlich hat Sebastian Gutgesell, Sportdirektor der Ladies in Black Aachen, diese beiden Begegnungen im März vor einem Jahr noch in bester Erinnerung: Die Ladies in Black Aachen trafen in den Play-off-Viertelfinalspielen auf den VC Wiesbaden und zogen nach zwei 3:0-Siegen ins Halbfinale ein. „Das war ein schöner Erfolg damals“, sagt Gutgesell. „Aber auch in dieser Saison haben wir Wiesbaden in der Hinrunde schon deutlich geschlagen.“

Am Samstag (18 Uhr) stehen sich die beiden Teams im drittletzten Spiel der Hauptrunde wieder gegenüber – und ein erneutes Aufeinandertreffen in der K.o.-Runde ist diesmal so gut wie ausgeschlossen. Die Gäste liegen nur aufgrund des besseren Satzverhältnisses auf Platz acht und damit auf dem letzten Rang, der zur Teilnahme an der K.o.-Runde berechtigt, das Team von Aachens Trainerin Saskia van Hintum rangiert auf dem fünften Platz, hat aber nur drei Punkte Vorsprung auf den Achten.

Ohnehin ist bei realistischer Betrachtung nur noch die Rangfolge von fünf Mannschaften, die um die unteren vier Play-off-Plätze kämpfen, umstritten. Potsdam hat bei einer Partie weniger fünf Punkte Vorsprung auf die Aachenerinnen, die mit 28 Zählern auf dem fünften Platz stehen. „Nach oben geht nur noch etwas, wenn wir ganz viel Schützenhilfe aus Potsdam bekommen“, sagt der Sportdirektor der Ladies, der seinen Blick auch in die andere Richtung wendet. „Auch Platz fünf ist aus eigener Kraft nicht zu verschaffen, wenn Vilsbiburg so weiter punktet wie in den vergangenen Wochen.“

Tatsächlich hat das Team aus Niederbayern zuletzt nur gegen den Schweriner SC eine Niederlage kassiert, hat den Dresdner SC vor eigenem Publikum geschlagen und ist bei zwei Partien weniger bis auf einen Punkt an die Aachenerinnen herangerückt.

Keine Motivationsprobleme

Nach dem 22. Spieltag kann also auch Platz sechs für die Ladies in Black zu Buche stehen, dennoch ist Gutgesell mit dem bisherigen Saisonverlauf angesichts der Umstände durchaus zufrieden. „Beide Diagonalangreiferinnen standen oder stehen verletzungsbedingt über einen längeren Zeitraum nicht zur Verfügung. Auch Nicole Oude Luttikhuis ist über Wochen ausgefallen. Klar, dass uns dann die Durchschlagskraft im Angriff gefehlt hat“, sieht Gutgesell die Ursachen für die zuletzt an den Tag gelegte Abschlussschwäche in den Offensivaktionen, die in der Häufung dann auch zu Satzverlusten geführt hat. „Uns fehlen einige Punkte, das ist zum Teil den Umständen geschuldet und geht zum Teil auch auf unsere eigene Rechnung. Aber da, wo wir jetzt in der Tabelle stehen, ist auch unser generelles Niveau anzusiedeln.“

Motivationsprobleme bei den Spielerinnen hat der PTSV-Sportdirektor auf den bevorstehenden letzten Metern der Hauptrunde – auf die Begegnung mit Wiesbaden folgt ein weiteres Heimspiel gegen Straubing und zum Abschluss der Hauptrunde die Partie beim USC Münster – nicht ausmachen können. Im Gegenteil: „Alle Spielerinnen sind auf die bevorstehenden Aufgaben voll fokussiert und werden um jeden Punkt kämpfen. Ich sehe nicht die Gefahr, dass sich in den letzten Partien etwas daran ändern könnte.“

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