Ladies in Black trotz 3:2 gegen Kalcit Kamnik im CEV-Cup nicht weiter

Ladies in Black : Knapp am Viertelfinale vorbei gerutscht

Der Volleyball-Bundesligist gewinnt zwar 3:2 gegen Kalcit Kamnik, doch das 1:3 im Hinspiel bedeutet das Europa-Aus für die Aachenerinnen.

„Kalcit Kamnik ist nur noch zwei Sätze vom Viertelfinale entfernt“, frohlockte der slowenische Pokalsieger nach dem 3:1-Erfolg im Achtelfinale des Challenge Cups gegen die Ladies in Black Aachen. Nur haben die Regularien des Europäischen Volleyball-Verbandes auch noch ein Rückspiel vor den Einzug unter die besten Acht gesetzt.

Die Ausgangslage für die Mannschaft von Aachens Trainerin Saskia van Hintum war klar: Kirsten Knip & Co. mussten ihrerseits Kamnik in drei oder vier Sätzen besiegen, um den Golden Set zu erzwingen. Am Ende mussten sich die Ladies wegen eines verlorenen Punktes geschlagen geben: Nach 2:0-Satzführung gaben die Aachenerinnen in der Folge knapp die folgenden beiden an das Team aus Slowenien ab, das 2:2 in den Sätzen bedeutete nach knapp zwei Stunden Spielzeit das Aus im Europapokal vor 610 Zuschauern.

Dabei hatten die Gäste zwischendurch ordentlich Nervenflattern bekommen, denn die Aachener Mannschaft, die sich ihnen im Rückspiel entgegenstellte, hatte ein ganz anderes Gesicht als die, die ihnen beim Hinspiel beim schwächsten Auftritt der Saison unterlegen war. Dennoch sah es zunächst so aus, als könnten die Kamnik-Spielerinnen schnell ein Ausrufezeichen setzen. Doch beim Stand von 8:10 für die Gäste brachte Aachens Trainerin Saskia van HIntum die lange verletzte Außenangreiferin Nicole Oude Luttikhuis — und damit die Wende im ersten Satz. Die Niederländern stand souverän in der Annahme, verbuchte zwei Angriffspunkte und einen Punkt beim Aufschlag. Aachen lag vorn, ging 18:16 in Führung. Zwei Aufschlagfehler brachten Kamnik wieder zurück ins Geschäft und zum 22:22 Ausgleich. Doch dann gab es drei Aachener Punkte in Folge, gekrönt vom eine Aufschlag-Ass von Kapitänin Lisa Gründing — und die Ladies hatten die 1:0-Satzführung erkämpft.

Ladies-Trainerin zum Europa-Aus

Satz zwei gestaltete sich noch dramatischer: Die Aachenerinnen lagen bereits 11:18 zurück, Kamnik hatte alle Möglichkeiten zum Satzausgleich, doch die Ladies lieferten einen unglaublichen Kampf, fighteten sich Punkt um Punkt heran, verkürzten auf 15:19, dann auf 18:20 — und bei den Gästen begann das große Zittern.

Die Ladies konnten zum 23:23 ausgleichen, Diagonalangreiferin Taylor Agost, die ihre Schulterverletzung auskuriert hat, bescherte ihrem Team mit einem überlegten Lob den ersten Satzball. Marrit Jasper scheiterte mit ihrem ersten Angriff, holte dann aber den nächsten Satzball. Nach Netzberührung durch eine Aachener Spielerin musste schließlich der dritte zum 27:25 herhalten, den Lisa Gründing mit einem Ass für Aachen holte.

2.0-Satzführung, die Aachenerinnen auf dem besten Weg, den Golden Set zu erreichen, doch mittlerweile hatten sich die Kamnik-Spielerinnen  besser an die Hexenkessel-Atmosphäre akklimatisiert, setzte sich über 16:14 auf 22:18 ab, und die Ladies konnten den Rückstand nicht erneut ausgleichen, mussten sich mit 20:25 geschlagen geben. Die Ladies hatten noch alle Karten in der Hand, ein 3:1 hätte genügt, um in den Entscheidungssatz zu kommen. Doch Kamnik schlug immer stärker auf, setzte die Aachener Annahmespielerinnen unter Druck. Die Ladies konnten zum 22:22 ausgleichen, doch dann waren Kraft, Glück und Können aufgebraucht, Kamnik gewann 26:24, der Tiebreak, den Aachen mit 15:6 gewann, war bedeutungslos geworden.

„Wir hätten sehr, sehr gerne die Herausforderung gegen Monza angegangen, doch unser Rückstand aus dem Hinspiel war einfach zu groß, um das noch zu kippen. Wichtig war, dass alle unsere Spielerinnen  wieder an Bord sind, denn wir haben jetzt noch einige wichtige Spiele vor uns.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Trotz Sieg kein Viertelfinale für die Ladies

Mehr von Aachener Nachrichten