Ladies in Black Aachen gewinnen beim USC Münster 3:0

Letztes Spiel der Hauptrunde : Ladies in Black brauchen in Münster nur drei Sätze

Die Ladies in Black Aachen haben ihren Teil der Aufgabe erfüllt. Die Mannschaft von Aachens Trainerin Saskia van Hintum setzte sich beim USC Münster im letzten Spiel der Hauptrunde der Volleyball-Bundesliga klar in drei Sätzen durch.

Sechster gegen Siebter war der Tabellenstand der beiden Teams vor dem Aufeinandertreffen, und es ging um die finale Platzierung für die Play-offs. Bei entsprechener Schützenhilfe der anderen Mannschaften war für beide Teams sogar noch Platz vier in Reichweite. Und das Team von USC-Coach Teun Buijs dürfte sich nach drei Siegen in Folge sicher mehr ausgerechnet haben als ein 22:25, 13:25, 20:25 vor der mit 2612 Zuschauern voll besetzten Halle, darunter auch viele Fans der Ladies in Black, von denen nicht wenige verwundert waren, dass das Schiedsgericht vor dem Anpfiff mit Geschenken des USC bedacht wurde.

Doch die Ladies in Black ließen sich durch solches Vorgeplänkel nicht um ihr Selbstbewusstsein bringen. „Münster hat sehr stark angefangen, viel Druck gemacht. Es ging ja auch um einiges, aber wir haben die Ruhe bewahrt“, sah van Hintum den Auftritt ihrer Mannschaft. Die Ladies hatten nur zu Beginn Schwierigkeiten, lagen zur ersten technischen Auszeit knapp vorn – und zur zweiten mit 14:16 zurück. Doch dann drehten die Aachenerinnen auf, drehten den Rückstand von 18:21 und brachten den Satz nach Hause. Und das mit dem ersten erfolgreichen Block gegen die starke Linkshänderin Louisa Keller, die zuvor erfolgreiche Punktelieferantin war.

Die Reaktion: Münster rutschte tief in den psychologischen Keller. Der USC kam beim 13:25 förmlich unter die Räder, die jungen Spielerinnen fanden kein Mittel, den Aachener Ansturm zu drehen. „Es war unsere mannschaftliche Geschlossenheit, die den Erfolg gebracht hat“, meinte Zuspielerin Denise Imoudu. „Alle haben ihr Bestes gegeben, jede hat für die Mitspielerinnen gekämpft.“

Auch im dritten und letzten Durchgang ließen die Ladies keine Zweifel aufkommen, wer als Sieger vom Platz gehen würde. Die Aachenerinnen führten zu den technischen Auszeiten mit 8:6 und 16:11 und wackelten auch nicht, als die Münsteranerinnen bis auf einen Punkt zum 17:18 aufholten. Die Außenangreiferinnen Marrit Jasper und Jodie Guilliams hielten den Druck hoch, und angesichts der starken Aachener Blockleistung versuchte sich die Münsteraner Offensive immer öfter mit Diagonalschlägen aus der Mitte – oft neben die Auslinie.

Am Ende des Abends wurden die Ladies wie nach einem Heimspiel von den mitgereisten Fans gefeiert. Nun wartet im Play-off-Viertelfinale der Dresdner SC (Hinspiel am Samstag, 30. März, Rückspiel in der belgischen Ausweichhalle in Maaseik am Mittwoch, 3. April, 19.30 Uhr). Trotz des Sieges landeten die Aachenerinnen auf Platz sechs, da der MTV Stuttgart, der nicht in Bestbesetzung antrat, sein Heimspiel gegen Potsdam verlor. „Wir nehmen es, wie es kommt gegen die vier Topmannschaften in der Liga“, blickte Aachens Trainerin dem Aufeinandertreffen optimistisch entgegen.