DVV-Pokal: Ladies in Black verlieren gegen MTV Stuttgart

Volleyball: Pokaltraum der Ladies in Black endet in Maaseik

„Wir wollen den Cup unbedingt gewinnen. Für uns ist es das wichtigste Spiel des Jahres“, hatte Kim Renkema, Sportdirektorin von MTV Stuttgart, den Wert dieses Pokal-Halbfinales gegen die Ladies in Black Aachen für ihre Mannschaft in wenige Worte gefasst.

Viel Feuer im Aachener Spiel

Wie viel Feuer im Aachener Spiel war, bekamen die Stuttgarterinnen nach anfänglicher 8:6-Führung zu spüren. Aachen hatte die druckvolleren Aufschläge, Maja Storck zeigte auf Diagonal eine beachtliche Erfolgsquote – und Stuttgart fing an zu wackeln. Gäste-Trainer Giannis Athanasopoulos wechselte einmal aus seiner imposanten Ersatzbank durch, doch die Ladies setzten sich kontinuierlich ab. Die Stuttgarterinnen kamen zwar noch einmal heran, Aachens Trainerin Saskia van Hintum nahm ihre Auszeiten bei 22:18 und 22:20, ein Hammerangriff von Storck und ein Ass von Marrit Jasper brachten den Satzball, ein verschlagener Angriff gegen die Antenne von Krystal Rivers das 25:20.

Ladies in Black verlieren das DVV-Pokal-Halbfinale gegen Stuttgart

Der MTV, der sicher nicht mit so viel Aachener Gegenwehr gerechnet hatte, schüttelte sich kurz – und schlug zurück. 10:16 und 12:22 im waren die Zwischenstände im zweiten Satz, jeder weitere Punkt auf Aachener Seite war nur noch Ergebniskosmetik. Bezeichnend nur, dass der immer stärker aufkommende Stuttgarter Block gegen Storck für den Satzausgleich sorgte. Die Partie war wieder völlig offen. Die Ladies zeigten sich von dem klaren Satzverlust zunächst unbeeindruckt und legten ein 5:2 vor. Doch der gegnerische Block packte nun zunehmend erfolgreicher gegen die Aachener Attacken zu, der MTV übernahm die Führung und zog in einer Aachener Schwächephase in der Satzmitte auf 23:16 davon. Storck konnte zwar noch zwei Punkte drauflegen, doch ein geblockter Angriff der Schweizerin brachte den Gästen das 25:18. Würde es nun wieder in den Tie-
break gehen, wie schon beim Pokalfinale zwischen den beiden Teams vor drei Jahren?

Die Aachenerinnen agierten zu Beginn des vierten Durchgangs auf Augenhöhe, Stuttgart leistete sich drei Aufschlagfehler, andererseits waren die Hinterfeldangriffe von Rivers nur selten zu verteidigen. Aus der 8:7-Führung wurde ein 8:12-Rückstand, bevor van Hintum eine Auszeit nahm. Doch die erhoffte Wirkung blieb aus, die Doppelwechsel mit Kurzeinsätzen von Taylor Agost und Aziliz Divoux für Storck und Denise Imoudu fruchteten nicht mehr. Stuttgart führte zur zweiten technischen Auszeit mit 16:12, Aachen verkürzte durch Storck und ein Ass von Krista DeGeest. Die Ladies kamen weiter heran, mussten dann aber Punkt um Punkt von Rivers einstecken, so dass der MTV auf 23:17 davon zog. Die Aachenerinnen steckten nicht auf, verkürzten auf 20:23, bevor Stuttgart eine Auszeit nahm. Die Ladies schafften das 22:23, Stuttgart ließ den Matchball folgen, DeGeest setzte den Angriff ins Aus. Stuttgart steht im Finale und trifft Ende Februar auf Schwerin, das sich im Tiebreak beim SC Potsdam durchsetzte.

„Wir haben uns hier gut verkauft“, war Aachens Trainerin trotz der Niederlage mit dem Auftritt ihres Teams zufrieden. „Wir konnten an unser Niveau wieder anknüpfen. Schade ist nur, dass wir den vierten Satz nicht mehr drehen konnten.“

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