Aachener Volleyballerinnen gegen Münster: Die Ladies gehen mit Selbstvertrauen ins Spiel

Aachener Volleyballerinnen gegen Münster : Die Ladies gehen mit Selbstvertrauen ins Spiel

Nach dem 3:2-Sieg in Schwerin erwarten die Frauen des Aachener Volleyball-Bundesligisten am Samstagabend den USC Münster.

Der Start der „Ladies in Black“ in die Saison glich einem Paukenschlag: Mit 3:2 schlug der Aachener Volleyball-Bundesligist am Tag der Deutschen Einheit Vizemeister SSC Palmberg Schwerin und sorgte gleich für eine Überraschung zum Liga-Auftakt. „Wir haben gezeigt, dass wir das Selbstvertrauen haben und wir uns nicht verrückt machen lassen, wenn es gegen uns läuft“, lobte Aachens Trainerin Saskia van Hintum die mentale Stärke ihres Teams. Das erwartet am heutigen Samstag um 18 Uhr den USC Münster in der heimischen Halle Neuköllner Straße.

Nervenstärke bewiesen

Für die Aachenerinnen ist es das erste Heimspiel der Saison. Der Auftakt in Schwerin war vielversprechend: Überraschend war das van-Hintum-Team mit 2:0 in Führung gegangen und hatte den ersten Punkt verbucht. In den beiden Folgesätzen konnte man der Schweriner Wucht immer weniger entgegensetzen, so dass es nach vier Sätzen 2:2 gestanden hatte. Doch Aachen kam im Tiebreak noch einmal zurück, bewies Nervenstärke und wehrte gleich fünf Matchbälle ab, ehe man selbst mit 19:17 den fünften Durchgang gewann. Das hat den Ladies viel Selbstvertrauen gegeben.

Aachen und Münster sind in dieser Saison schon beim Vorbereitungsturnier um den NetAachen-Cup aufeinandergetroffen, das die Ladies mit 2:0 (25:22, 25:16) im Finale recht deutlich gegen Münster gewannen. „Aachen hat eine richtig starke Mannschaft, das wird für uns eine große Herausforderung“, sagt Münsters Coach Teun Buijs, der den Aachener 3:2-Erfolg in Schwerin zum Auftakt per Video studiert hat und bei dem ihm vor allem der „superschnelle Außenangriff“ mit Topscorerin Maja Storck an der Spitze aufgefallen ist.

Münster steht nach zwei Spielen mit drei Zählern auf Platz fünf, hatte nach der 1:3-Niederlage im Heimspiel gegen MTV Stuttgart am Mittwoch in Erfurt mit 3:1 gewonnen. Die Zeit zwischen der Rückkehr aus Thüringen und der Abfahrt nach Aachen ist knapp bemessen. „Man braucht immer eine gewisse Zeit, um sich taktisch und mental auf ein Spiel einzustellen“, weiß Buijs.

In den letzten fünf Aufeinandertreffen gingen die Ladies jeweils als Sieger vom Feld. Die letzte Niederlage gegen Münster datiert vom Dezember 2016, damals gewann der USC auswärts 3:1. „Wir haben einen Plan und müssen auf den Angriff reagieren“, erklärt Buijs, der mit voller Besetzung zum Stresstest anreist.

Marrit Jasper als Verstärkung

Personell sieht es auch beim Aachener Volleyball-Bundesligisten gut aus: Marrit Jasper, die erst am vergangenen Wochenende von ihrem Einsatz im niederländischen Nationalteam zurückkehrte, kann heute Abend als zusätzliche Verstärkung eingreifen. Für Aachens Kapitänin Mareike Hindriksen ist das Spiel zudem ein ganz besonderes: In den vergangenen beiden Spielzeiten stand die 31-Jährige, die bereits von 2007 bis 2010 in Aachen spielte, für den USC Münster auf dem Feld, übrigens ebenfalls als Kapitänin.

Das Aufeinandertreffen der beiden westdeutschen Spitzenklubs wird sicherlich lautstark, denn gleich zwei Fanbusse begleiten die Gäste aus Westfalen, um sie im Aachener „Hexenkessel zu unterstützen.“ Es gibt übrigens noch Karten an der Abendkasse.

(rau)