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Beijl von den Ladies in Black: „Das ist eine große Herausforderung“

Beijl von den Ladies in Black : „Das ist eine große Herausforderung“

Eelco Beijl zählt ganz sicher zu den Menschen, für die das Glas immer halb voll sind. Und so setzt der Cheftrainer der „Ladies in Black“ auch gleich noch einen positiven Aspekt zu seiner Aussage hinzu.

„Es ist sehr traurig, dass wir im November ohne Zuschauer spielen müssen. Aber wir dürfen uns glücklich schätzen, dass wir überhaupt noch spielen können“, unterstreicht der Niederländer.

In seinem Heimatland ist das anders, da dort Volleyball nicht als Profisport gilt. „In den Niederlanden geht aktuell außer Profifußball nichts mehr, da haben wir Volleyballer in Deutschland noch Glück und können uns freuen, dass wir weiter spielen dürfen.“ Und das am Samstag, 18 Uhr, gegen den Spitzenreiter der Volleyball-Bundesliga: Der SSC Palmberg Schwerin kommt in die Halle Neuköllner Straße.

„Das ist eine große Herausforderung“, bringt es Beijl auf den Punkt. Die Gäste haben bereits vier Partien absolviert, alle gewonnen, auch wenn sie sich nach dem 3:1 in Suhl und dem 3:0 gegen Münster zuletzt in Potsdam und Straubing jeweils mit einem 2:3 und nur je zwei Zählern zufriedengeben mussten. „Es ist eine sehr gutes Team mit einem sehr erfahrenen Trainer“, hat Beijl schon einige Stunden Videostudium hinter sich und noch einige vor sich.

„Ich habe noch nicht alle Mannschaften, wie etwa Stuttgart, gesehen. Die beste ist die, die am Ende der Saison oben steht“, lässt Beijl sich grinsend keine weitere Einschätzung entlocken. Sein Team war mit nur einem Punkt aus Wiesbaden (2:3) zurückgekehrt, hatte zuvor zu Hause vier Zähler geholt.

Schwerin hat acht Akteurinnen aus der Vorsaison im Kader, den fünf Zugänge ergänzen, darunter Zuspielerin Femke Stoltenborg, die 2013/14 und 2016/17 das Ladies-Trikot überstreifte. Ebenfalls Aachener Vergangenheit haben die US-Amerikanerin Taylor Agost, die 2019 von Aachen für ein Jahr ins griechische Thessaloniki gewechselt war, und Außenangreiferin Nicole Oude Luttikhuis, die von 2016 bis 2019 für den PTSV spielte.

Mit dem erst 36-jährigen Felix Koslowski, der selbst in der Jugend bei Schwerin mit dem Volleyballspielen begann, steht ein erfahrener Coach an der Seitenlinie: Seit sieben Jahren ist der Schweriner Cheftrainer beim SSC, seit 2015 zudem Bundestrainer der deutschen Volleyball-Frauen.

Personell hat Beijl keine Sorgen, unter der Woche war die erst 17-jährige Maja Löcker, die schon die Vorbereitung mit den „großen Ladies“ absolviert hatte, offiziell aufgerückt. Bisher hatte Löcker in der Regionalliga-Mannschaft und in der U 20 des PTSV gespielt, war gegen Erfurt aber bereits für die Ladies zum Einsatz gekommen. „Sie hat sehr viel Potenzial, arbeitet aber auch hart dafür“, freut sich Beijl, dass ein Eigengewächs den Sprung geschafft hat. Auch alle anderen Spielerinnen sind gegen Schwerin einsatzbereit. „Alle sind fit, nur, alles andere liegt ja nicht in meinen Hände“, sagt Beijl.

Denn Donnerstag ist zugleich Testtag: „Das ganze Team samt Trainer und Team hinter dem Team wird dann getestet“, hofft der Aachener Coach allwöchtentlich auf positive Nachrichten unter der Überschrift: „alle negativ.“