CEV-Challenge-Cup: Ladies in Black Aachen gegen Calcit Kamnik

Rückspiel im CEV-Challenge-Cup : Gelingt den Ladies der Sprung in den Golden Set?

André Schnitker, Hallensprecher bei den Heimspielen der Ladies in Black Aachen an der Neuköllner Straße in Aachen, versuchte nach der Partie den Zuschauern schon einmal den Mund wässerig zu machen für das anstehende Rückspiel im CEV-Challenge-Cup am Mittwoch (19.30 Uhr) gegen Calcit Kamnik. „Wenn wir uns da durchsetzen, haben wir in der nächsten Runde hier eine italienische Mannschaft zu Gast.“

Tatsächlich dürfte im Viertelfinale der Gegner Saugella Monza heißen, da die Italienerinnen bereits das Auswärtsspiel in Gent mit 3:0 für sich entschieden haben. Doch es gibt einen kleinen Haken bei dem Versprechen: Die Mannschaft von Aachens Trainerin Saskia van Hintum muss dazu erst einmal die 1:3-Hinspiel-Niederlage wettmachen – und sich dann auch noch im sogenannten Golden Set gegen das Team aus Slowenien durchsetzen. Das bedeutet für Lisa Gründing & Co., dass Kamnik auf keinen Fall zwei Sätze gewinnen darf, dann wäre Aachen raus. Und selbst wenn die Ladies sich mit 3:0 durchsetzen sollten, käme es zum finalen Showdown im Golden Set.

Hoffnungslos gehen die Aachenerinnen jedoch auf keinen Fall in die Partie. Denn zum einen hat das Team zurzeit einen Höhenflug und vier Siege in Folge in der Bundesliga eingefahren, zum anderen fand das Hinspiel Anfang Dezember in einer Phase der Saison statt, als die Ladies viel Verletzungspech hatten und die verbliebenen acht Spielerinnen durch die intensive Belastung in drei Wettbewerben – Liga, Pokal und Europapokal – einfach ausgepowert waren.

Ausfall der Libera schmerzte

Am meisten dürfte der Ausfall von Libera Kirsten Knip ins Gewicht gefallen sein. Die niederländische Abwehrchefin musste durch Nicole Oude Luttikhuis ersetzt werden, die auf ihrer eigentlichen Position als Außenangreiferin aufgrund ihrer Bauchmuskelverletzung geschont wurde und die auch zurzeit nur sporadisch in der Liga eingesetzt wird.

Entsprechend fiel das Ergebnis auf dieser Spezialposition aus, da der Gegner dies als Schwachstelle ausgemacht hatte, wobei Oude Luttikhuis noch nicht einmal ein Vorwurf zu machen ist: 57 Mal wurde die 21-Jährige in die Annahme gezwungen, die Statistik verzeichnet allein zehn Fehler. Ein Umstand, den Kamniks Trainer Gregor Rozman in seiner Bewertung in eine Qualität seines eigenen Teams uminterpretierte: „Unser guter Aufschlag war der Schlüssel zum Sieg. Wir haben ihre Angreiferinnen vom Netz ferngehalten, haben ihre Spielorganisation unterbrochen, und das Ergebnis spricht für sich.“

Die letzten Auftritte der Ladies lassen jedoch hoffen, dass man bei den angeführten Qualitäten nun durchaus mithalten kann. In den Ligaspielen setzten die Aachenerinnen selbst mit ihren Aufschlägen die gegnerischen Mannschaften unter Druck und machten einen geordneten Spielaufbau schwer.

Zudem kommt der Block der Ladies, die zu ihren Europapokal-Auftritten in Orange und nicht in Schwarz antreten, immer besser in Schwung. Das Hauptaugenmerk dürfte im Rückspiel der serbischen Außenangreiferin Olivera Kostic gelten. Die 27-Jährige steuerte im Hinspiel 23 Punkte zum Erfolg ihrer Mannschaft bei, 18 erfolgreiche Angriffe (bei 33 Versuchen), zwei Aufschlag-Asse und drei abgeblockte gegnerische Angriffe.

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