Ladies verlieren 0:3 in Vilsbiburg: Abschlussschwäche besiegelt Niederlage

Ladies verlieren 0:3 in Vilsbiburg : Abschlussschwäche besiegelt Niederlage

Irgendwie waren Sieger und Besiegte nach dem letzten Ballwechsel gleich froh, dass die Partie zwischen Vilsbiburg und den Ladies in Black Aachen endlich beendet war und die Gastgeberinnen sich mit 3:0 (25:23, 25:22, 25:20) durchgesetzt hatten.

„LiB Aachen: 3. Satz 16:22 Verletzung Spielerin Nummer 11 Sprunggelenk rechts“, steht im Spielbericht der Volleyball-Bundesliga lapidar im Feld „Bemerkungen“. Der Anblick, als Aachens Diagonalangreiferin Maja Storck am Spielfeldrand liegengeblieben und anschließend von zwei Helfern vom Platz gebracht worden war, war weitaus dramatischer.

„Es war eine Blockangriffssituation am Netz“, schilderte Aachens Trainerin Saskia van Hintum den Ablauf. „Sie hatte starke Schmerzen, aber eine genaue Diagnose über die Schwere der Verletzung bekommen wir erst am Montag“, hofft van Hintum darauf, dass sich die Schweizerin keinen langwierigeren knöchernen Schaden zugezogen hat.

Auch sportlich war die Dienstreise der Ladies nach Niederbayern nicht gerade von Erfolg gekrönt, und der Schlüssel für die schnelle Niederlage ohne eigenen Satzgewinn war wie schon in anderen Begegnungen die Abschlussschwäche der Aachenerinnen, bei der auch der netteste Gegner irgendwann Danke sagt und einen weiteren Punkt davonzieht. „In den ersten beiden Sätzen haben wir uns herangekämpft, haben wieder Anschluss gefunden, aber am Schluss hat es einfach nicht gereicht, um den Satz noch für uns zu entscheiden“, befand van Hintum zumindest die kämpferische Leistung ihrer Mannschaft als gut.

Ein Knackpunkt im ersten Durchgang war sicherlich die Rettungstat von Aziliz Divoux kurz vor dem Ende des Satzes: Die Aachenerinnen hatten einen permanenten Vier-Punkte-Rückstand ausgeglichen, als der Schiedsrichter einen vom Boden gekratzten Ball als Punkt für Vilsbiburg wertete. Nicole Oude Luttikhuis wurde anschließend geblockt, der Satz ging an die Roten Raben.

Im dritten Satz nahm Vilsbiburgs Coach beim Stand von 5:1 für die Aachenerinnen bereits die erste Auszeit, und es hatte tatsächlich lange den Anschein, als würden die Ladies trotz des 0:2-Satzrückstands noch einmal versuchen, das Blatt zu wenden. Doch dann setzten die Verwertungsprobleme wieder ein, „auch die Blockabwehr war nicht optimal“, und so war es dann an Aachens Trainerin den Versuch zu unternehmen, mit Auszeiten bei  16:19 und 16:21 das Blatt noch einmal zu wenden. Doch was folgte war der nächste Punkt für Vilsbiburg – und die Verletzung von Maja Storck.

Doch van Hintum konnte mit dem Blick zurück noch ein klein wenig Positives entdecken. „Schon in den letzten beiden Jahren haben wir ins Vilsbiburg nicht gut ausgesehen, dafür haben wir uns diesmal noch gut präsentiert“, befand sie zum einen, und „Britt Bongaerts ist damals nach einer ähnlichen Verletzung auch schnell wieder zurückgekommen“ zum anderen.

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