Aachen: „Ladies“ bringen sich selbst um den Erfolg

Aachen: „Ladies“ bringen sich selbst um den Erfolg

Aachens Trainer Marek Rojko schüttelte nach dem letzten Ballwechsel den Kopf: Seine „Ladies in Black“ hatten am vorletzten Spieltag der Volleyball-Bundesliga beim USC Münster über weite Strecken in den ersten beiden Sätzen klar geführt — und sich dann in den entscheidenden Phasen selbst um den Erfolg gebracht.

„Münster hat durchgehend auf einem Niveau gespielt, wir haben uns 31 Fehler geleistet, viel zu viel in einem Dreisatz-Match“, machte der 36-Jährige die Ursache für die auf dem Papier klare Niederlage aus. Mit 0:3 (25:27, 23:25, 17:25) verloren die Aachenerinnen die letzte Auswärtsbegegnung der Hauptrunde, rangieren aber immer noch — jetzt punktgleich mit dem Schweriner SC — auf dem für die Play-offs wichtigen vierten Tabellenplatz.

Exemplarisch mag der erste Satz für das gesamte Spiel herhalten: Die „Ladies“ führten komfortabel mit 21:16, mussten beim Stand von 22:22 den Ausgleich hinnehmen und hatten letztendlich nicht die Nerven oder das Selbstvertrauen, um den Durchgang nach Hause zu bringen. Nachdem der zweite Satz, in dem ein 20:17-Vorsprung nicht über die Ziellinie gebracht werden konnte, ebenfalls knapp vor 1393 Zuschauern an die Gastgeberinnen ging, spiegelt das klare Ergebnis im dritten Durchgang wohl eher die Enttäuschung über die zuvor vergebenen Großchancen wider.

Vor der abschließenden Partie der Hauptrunde gegen den SC Potsdam am Mittwoch (19.30 Uhr) liegen die „Ladies“ in der Tabelle punktgleich mit Schwerin, nur aufgrund eines mehr mit 3:0 gewonnenen Spiels auf Rang vier. „Wir müssen gegen Potsdam möglichst klar drei Punkte einfahren, um den vierten Platz zu verteidigen “, erklärte Rojko. „Das sind wir auch den Fans schuldig.“

(rom)
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