Aachen: Für Aachens „Ladies“ ist die Saison beendet

Aachen: Für Aachens „Ladies“ ist die Saison beendet

Um 17.23 Uhr an diesem Sonntag, den 13., war die Saison 15/16 in der Volleyball-Bundesliga beendet für die „Ladies in Black“ Aachen. Wie schon im ersten Aufeinandertreffen in den Pre-Play-offs am Mittwoch setzte sich der SC Potsdam erneut in drei Sätzen (14:25, 23:25, 19:25) durch und zog verdient jubelnd in die Runde der letzten Acht ein.

Auf der anderen Seite blieb nach dieser alles andere als leichten Spielzeit mit riesigen Finanzproblemen, Trennung vom Chefcoach und Winterwechsel der Kapitänin eine Mischung aus Erleichterung darüber, nur mit Blechschäden durch diese unfallträchtige Zeit gekommen zu sein, und Verärgerung, nicht doch noch mit überzeugenderen Auftritten die unerwartete Chance auf Erreichen der Play-offs genutzt zu haben.

Aufschlagserie zum Auftakt

Allerdings ist wohl in keiner anderen Sportart als im Volleyball der Spruch richtiger, dass man immer so gut ist, wie es der Gegner zulässt. Dass die Potsdamerinnen vor 687 Zuschauern zu keinerlei Zugeständnissen bereit waren, machte Diagonalangreiferin Saskia Hippe schnell mit einer Aufschlagserie zum 6:1 für die Gäste klar. Bei der zweiten technischen Auszeit lagen die Gäste dann mit elf Punkten in Front, und dass Aachens Coach Manuel Hartmann die 20-jährige Außenspielerin Dora Grozer durch die 19-jährige Lene Scheuschner ersetzte, zeigt hübsch das Dilemma dieser Spielzeit auf: „Wir hatten zu Beginn massive Probleme in der Annahme“, befand Hartmann und stellte seiner Angreiferin ein gutes Arbeitszeugnis aus. „Das hat sie in dieser Situation gut gemeistert, ich bin zufrieden.“

Mit der Einwechslung von Scheuschner kam nach dem verlorenen ersten Durchgang zumindest etwas mehr Durchschlagskraft in den Aachener Angriff, der zunächst willig zu Friedensverhandlungen schien. Prompt entwickelte sich im zweiten Satz eine engere Partie, die beim Stand von 16:15 auf den Zuschauerrängen wieder Hoffnungen weckte, dass es vielleicht doch noch für ein drittes und entscheidendes Spiel um den Einzug in die Play-offs reichen könnte. Doch die „Ladies“ leisteten sich nicht zum ersten Mal in dieser Saison eine Schwächephase mit Annahme- und Aufschlagfehlern, so dass Potsdam auf vier Punkte Vorsprung davonzog.

Mit dem folgenden 0:2-Satzrückstand war die Begegnung vorentschieden, lediglich Diagonalangreiferin Tatiana Crkonova machte ihrem Unmut noch eine wenig Luft, wenn man die Wucht ihrer Angriffsschläge als Maßstab für fehlende Zufriedenheit bewerten kann. Der Gewinn des dritten Satzes war dann reine Formsache, Potsdam wollte unbedingt, und auf Aachener Seite ging schon die Selbstbefragung los, ob man gerade eine verlorene Saison absolviert hatte, oder die Nicht-Insolvenz und den Nicht-Abstieg schon als Erfolg feiern soll.

Aachen: Kuciakova, Kosova, Bongaerts, Grozer (Scheuschner), Svobodnikova, Crkonova, Valachova

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