Düren: Evivo will den fünften Platz verteidigen

Düren: Evivo will den fünften Platz verteidigen

Die eine Mannschaft hat nur noch Endspiele vor der Brust, das andere Team steht vor einer Serie von Hammerspielen. Am Samstagabend um 19.30 Uhr treffen sie in einem Pflichtspiel der Volleyball-Bundesliga in der Arena Kreis Düren aufeinander: Evivo Düren gegen VC Dresden lautet die Begegnung — der Tabellenfünfte gegen den Tabellenletzten.

Die Zielsetzung ist klar: „Wie jede andere Partie der Rückrunde ist auch die Begegnung gegen den VC Dresden im Kampf um den fünften Platz ein Endspiel für uns“, sagt Trainer Michael Mücke.

Zwar nimmt er dieses Wort „Endspiel“ vor einer Rückrunden-Begegnung immer in den Mund, doch dass das „Finale“ immer wieder im Mannschaftskreis besprochen werden muss, ist nicht der Fall: „Die Jungs haben diesen Endspiel-Charakter verinnerlicht.“ Sein Team, weiß der Trainer, ist ehrgeizig. Sie gönnen dem Moerser SC nicht den fünften Platz. Sie wollen ihn verteidigen. Es herrscht ein gewisser Druck.

Fünf Hammerspiele

Druck haben die Dresdener Ende des Jahres in anderer Form verspürt. Es gibt nicht mehr den Druck, absteigen zu können. Wegen des Lizenzentzuges für Bottrop können sie frei aufspielen.

Es herrschte aber finanzieller Druck. Der VC stand vor dem Aus. Die „Wölfe retten“ hieß die letztlich erfolgreiche Aktion, mit der das Projekt Männervolleyball in Dresden schließlich fortgeführt werden kann. Und dies unter einem neuen Interimstrainer: Weil es zwischen wichtigen Teilen der Mannschaft und Trainerin Sylvia Roll knirschte, sah der Verein die Play-off-Runde gefährdet und beurlaubte am 30. Dezember die 250-fache Nationalspielerin.

Sven Pretscheck, der Geschäftsführer, soll nun die Play-off-Runde ermöglichen. Fünf Hammerspiele gegen die Teams auf den Plätzen 2 bis 5 und Ciburg/Grub liegen vor dem VC. Die will er nutzen, um sich optimal auf die Pre-Play-offs vorzubereiten.

Frisch-fromm-fröhlich-frei können die Volleyballer von der Elbe um ihren variablen Angreifer Santino Rost also aufspielen. Michael Mücke: „Wenn wir den Hinspielsieg wiederholen wollen, müssen wir von Anfang an den Druck hoch halten, denn die Dresdener können über Rost durchaus ein gefährliches Angriffsspiel aufziehen.“

Also heißt es: Gegnerische Annahmeschwächen müssen genutzt werden. Block- und Feldabwehr Evivos müssen wie schon so manches Mal in dieser Spielzeit zupacken. Und Dürens Annahme sollte ein sicheres Pfund sein, damit der Zuspieler seine Angreifer präzise in Szene setzen kann.

Wenn dann noch Diagonalangreifer Sebastian Gevert und seine Kumpels wie in Coburg/Grub gleichmäßig Punkte erschmettern, ja dann könnte wieder ein Endspiel erfolgreich bestritten werden...