Düren: Evivo: Rottenburgs Coach sieht „ein geiles Spiel”

Düren: Evivo: Rottenburgs Coach sieht „ein geiles Spiel”

„Ein geiles Spiel und ein schöner Schlusspunkt für unsere Fans”, jubelte der Trainer. Sein Name: Nein, nicht Söhnke Hinz. Hans-Peter Müller-Angstenberger war der Coach, der nach dem letzten Ballwechsel frohlockte. 3:1 hatten seine Volleyballer, die des TV Rottenburg, Evivo Düren bezwungen.

Und 2500 Zuschauer hatten schöne Spielzüge beklatscht und die Vorstellung ihrer Volleyballer genossen.

Dürens Erstliga-Auswahl fuhr dagegen am Samstagabend mit einer enttäuschen Niederlage im Gepäck aus dem Schwabenland ins Rheinland. Im Kampf um die Play-off-Runde stellte die Verlustpartie einen entscheidenden Rückschlag dar. „Es ist wieder das gleiche Thema: Wir haben keinen Spieler, der die Verantwortung übernimmt, wenn es hart auf hart kommt”, bilanzierte Dürens Trainer.

Und dass es hart auf hart kommen würde, musste eigentlich jedem klar sein: Mit einem Sieg wäre Evivo auf den siebten Platz geklettert. So aber muss das Team mehr denn je um dein Einzug in die Play-off-Runde bangen. „Wir hatten es selbst in der Hand, am letzten Spieltag am 25. Februar beim VC Gotha mit dem Gastgeber noch um siebten Platz kämpfen zu können”, war dem Trainer die Bedeutung der Rottenburger Partie bewusst. Und auch in seinem Team schien Zuversicht zu herrschen, den Schalter der Erfolgslosigkeit noch umlegen zu können.

Bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen hatten die Evivo-Volleyballer vor einigen Wochen vor den Toren Berlins Duftmarken gesetzt. Doch in der Tübinger Paul-Horn-Halle - dort trägt Rottenburg seine Heimspiele aus - dominierten mit den ersten Ballwechseln die Hausherren. „Egal ob aus der Abwehr heraus oder im Angriff: Wir haben die einfachen Situationen nicht gelöst bekommen”, konstatierte Dürens Coach.

Mit den Sprungaufschlägen gelang den Gästen kein Druck. Diagonalangreifer Matthias Böhme fand nur schwer ins Spiel, die Steller erwischten nicht ihren besten Tag, Evivo unterliefen wieder viele unnötige Fehler, die Hausherren ließen sich auch durch den Verlust des zweiten Satzes nicht beirren: „Im vierten Satz haben sie sich dann in einen Rausch gespielt. Das habe sie sich auch vorher erarbeitet”, befand Hinz weiter.

Als keinen Entschuldigungsgrund will er gelten lassen, dass einige seiner Spieler mit reihum gehenden Magen-Darm-Problemen in den vergangenen Tagen kämpfen mussten: „Daran lag es nicht.” Dürens Zugang Tibor Filo kam an alter Wirkungsstätte in den Abschnitten drei und vier zum Einsatz. Und hatte Glück im Unglück: Er kugelte sich einen Finger der linken Hand aus.

Noch in der Halle wurde der Finger eingerenkt. Im Krankenhaus stellten die Ärzte keine schlimmere Verletzung fest. Gegen Bottrop kann er wieder spielen.