Düren/Moers: Evivo ohne jedes Selbstvertrauen

Düren/Moers: Evivo ohne jedes Selbstvertrauen

Matthias Böhme war wieder fit. Aber auch der vom Fieber genesene Diagonalangreifer konnte die fünfte Niederlage in Folge nicht verhindern. Evivo Düren geht mit einem weiteren Negativerlebnis in die Spielpause bis Ende November. 1:3 unterlagen die Schützlinge von Söhnke Hinz beim Moerser SC.

Die Sätze in Mülheim an der Ruhr, der Ausweichspielstätte des MSC, aus Dürener Sicht: 20:25, 22:25, 26:24, 16:25.

Und so herrschte Frust in den Evivo-Reihen: „Wir konzentrieren uns nur auf Fehlervermeidung. Dann machen wir halt die ein oder zwei Fehler zu viel, die wir einfach nicht machen dürfen”, haderte Mannschaftskapitän Jaromir Zachrich und stellte fest: „Wir haben einfach kein Selbstvertrauen. Wir kriegen nicht in den Kopf, dass wir gut sind.” Und sein Trainer sagte: „Wie sollen wir angesichts der Niederlagen in Folge Selbstvertrauen selbst bei eigener Führung nach einem Rückstand haben.”

Nur in wenigen Situationen der Partie durften die Dürener Anhänger unter den etwa 400 Zuschauern auf eine Trendwende hoffen. Beispielsweise im zweiten Satz: 12:15 lag Evivo zurück, als Matt-hias Böhme wuchtvoll einen langen Ballwechsel zu Gunsten Dürens entschied. Der 13. Punkt als Glückszahl? Für einige Minuten schien es. Plötzlich führte Düren 18:16. Doch die Freude währte nur kurz: Nach dem 20:20 ließ der Gastgeber sich den Satzgewinn doch nicht nehmen.

Größer war die Hoffnung zum Ende des dritten Satzes. Denn den gewann Evivo. Nervenstärke bewies das Team während des 50-Punkte währenden Abschnittes. Plötzlich lag es 21:18 in Führung. Auch der Ausgleich zum 23:23 beeindruckte die Gäste nicht. Den zweiten Satzball nutzte Christian Fromm zum 26:24 und 1:2-Anschluss-Satz.

Ja, sollte Düren die Partie noch drehen können? Die Antwort: Nein! Schnell zeigten die Hausherren, dass sie gegen die verunsicherten Dürener das stärkere Team waren: Über 8:4 und 16:9 fuhren sie ihren dritten Sieg in Folge ein.

Ganz pessimistische Anhänger Evivos hätten aber angesichts des ersten Abschnittes bereits an ein schlechtes Ende gedacht. Düren begann eigentlich stark, führte 7:5. Doch dann lag der Gastgeber 19:11 in Front. Die Gründe waren offensichtlich: Düren wackelte bedenklich in der Annahme, im Zuspiel haperte es manchmal, und die Moerser Block- und Feldabwehr war auch oft Herr der Lage. Und das zog sich durch das ganze Spiel.

Dürens Volleyballer haben nun eine Woche frei, ehe das Training wieder beginnt: „Die Pause wird uns gut tun. Wir müssen den Kopf freibekommen”, hofft Zachrich.