Friedrichshafen: Evivo in Friedrichshafen ohne Chance

Friedrichshafen: Evivo in Friedrichshafen ohne Chance

Um 6 Uhr Sonntagmorgen ging die Dienstfahrt der Dürener Bundesliga-Volleyballer zu Ende. Mit im Gepäck hatten sie ein 0:3, eingefangen beim Serienmeister VfB Friedrichshafen. „Das Wichtigste ist jetzt, dass uns das nicht umwirft. Das haben wir direkt nach dem Spiel besprochen, und deshalb gehe ich davon aus, dass es keinen Knacks gibt”, hatte Trainer Sven Anton noch am Bodensee die Niederlage - die erste nach zehn Siegen in Folge - aufgearbeitet.

An der Abfuhr, die in den Sätzen 17:25, 21:25 und 17:25 auch deutlich ausfiel, gab es nichts zu deuteln. „Wir hatten keine Chance”, redete Anton nicht um den heißen Brei herum. „Wenn Du den VfB schlagen willst, musst Du 120 Prozent spielen, und Friedrichshafen darf nur 80 Prozent bringen”, goss er das Kräfteverhältnis auch in Zahlen.

Davon war aber am Samstagabend nichts zu sehen. Vor 2900 Zuschauern brannte Friedrichshafen förmlich darauf, sich für das Pokal-Aus in Düren zu revanchieren. Dünnes, Umlauft & Co. liefen in jedem Satz einem Rückstand hinterher. Nur im zweiten Satz schaffte es Evivo, sich nach einem klarem 11:16 wieder heran zu kämpfen.

Bei 19:22 und 20:23 waren die „Häfler” immerhin in Reichweite - es reichte aber nur zum Sprung über die 20-Punkte-Marke. „Wir haben gar nicht mal schlecht gespielt. Aber der VfB hat gnadenlos gut aufgeschlagen”, resümierte Anton. Das machte sich bei Düren in einer ungenauen Annahme bemerkbar. Der Angriff war deswegen schnell zu durchschauen.

Und auch der Start nach der Pause verlief desaströs. 0:5 und 2:6 hieß es schnell. Bei 4:11 war die Hoffnung auf einen Satzgewinn zerstoben. Immerhin: „Alle haben bis zum letzten Ball gekämpft”, hob Co-Trainer Keith Hansen hervor. Und Anton wollte nichts davon hören, dass sich sein Team möglicherweise schon vor der Partie mit einer Niederlage „angefreundet” haben könnte. „Nix da! Wir wollen immer gewinnen!”

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