Düren: Evivo hat Halle fest im Blick

Düren: Evivo hat Halle fest im Blick

Nach der Niederlage zum Auftakt der Bundesliga-Saison waren sich alle einig: Der SCC Berlin hatte verdient mit 3:0 Gastgeber Evivo bezwungen. Doch einig waren sich Dürens Trainer Sven Anton und seine Spieler aber auch in einem anderen Punkt: „Der SCC erwischt nicht noch einmal so einen Sahnetag wie zum Meisterschaftsauftakt”, um es mit den Worten von Dürens niederländischem Mittelblocker Renzo Verschuren zu sagen.

Evivo gegen SCC heißt es also Sonntag. Packende Spiele lieferten sich die beiden Kontrahenten in den vergangenen Jahren zuhauf, hauptsächlich in den Play-offs, oft hatte Düren das bessere Ende für sich. Das wollen sich die Mannen um Libero Fabian Kohl auch am Sonntag erarbeiten. Gewiss, bei den beiden 3:1-Siegen über RWE Volleys Bottrop und bei den Wuppertaler Titans glänzte Evivo nicht mit perfektem Volleyball.

Doch bereiten beispielsweise die Schwächen in der Annahme Libero Fabian Kohl keine großen Kopfschmerzen: „Wir waren in Wuppertal nicht gut, aber wir haben oft genug gezeigt, dass wir es gut können.” Und auch weil Trainer Sven Anton seine Spezialisten jetzt vermehrt die Annahme von Flatteraufschlägen üben ließ, ist sich Dürens Libero sicher, dass die wackelige Annahme vom Mittwoch ein einmaliger Ausrutscher war.

Außerdem weist Renzo Verschuren auf einen Fakt hin, der zu den Gründen zählt, warum er trotz der Klasse des Gegners an das Halbfinale glaubt: „Auch wenn wir mal eine schwächere Phase haben, besitzen wir immer noch die Klasse, eine Partie zu entscheiden.” Und dies gelinge nicht nur gegen Teams wie Wuppertal: „In Haching haben wir in den Sätzen zwei und drei nicht gut gespielt und haben dennoch 3:2 gewonnen”, pflichtet ihm sein Landsmann, Annahmespieler und Außenangreifer Rene Reinaerts bei.

Natürlich setzen die beiden Niederländer darauf, dass Evivo erst gar keine schwächeren Phasen durchlaufen muss am morgigen Sonntag, dass die Annahme sicher steht, dass Zuspieler Wiederschein dann auch zum ersten Tempo auflegen kann, dass der Block den Berlinern den Zahn zieht, dass Dürens Angreifer wieder zuverlässig punkten und dass so das „harte Los” (Trainer Sven Anton) und „50:50-Spiel” (Fabian Kohl) zugunsten Dürens endet.

Denn wer einmal wie Renzo Verschuren mit dem Moerser SC oder Sven Anton mit Evivo das Pokalfinale vor 10.000 Zuschauern gespielt hat, kennt nur ein Ziel: Halle/Westfalen.

Mehr von Aachener Nachrichten