Friedrichshafen: Evivo Düren verliert im Viertelfinale in Friedrichshafen mit 0:3

Friedrichshafen: Evivo Düren verliert im Viertelfinale in Friedrichshafen mit 0:3

Dieses Bild nach dem Schlusspfiff sprach Bände. Während die Volleyballer von Evivo Düren an der einen Grundlinie bedröppelt von einem Fuß auf den anderen traten, herrschte auf der anderen Seite im Lager des VfB Friedrichshafen eitel Sonnenschein.

Breit grinsend standen die Häfler dort aufgereiht und genossen sechs Tage nach dem Triumph im DVV-Pokal vor heimischem Publikum den erfolgreichen Start in die Play-offs der Volleyball-Bundesliga in vollen Zügen. Gerade einmal 71 Spielminuten hatten sie im ersten von maximal drei Viertelfinalspielen benötigt, bis das 3:0 (25:18, 25:19, 25:18) unter Dach und Fach gebracht war.

Dabei präsentierte sich der VfB erneut stark und dem Hauptrunden-Siebten aus dem Rheinland vom Aufschlag über Annahme, Zuspiel und Angriff bis hin zu Block und Abwehr in allen Elementen überlegen. „Unsere Stärke ist, dass wir keine großartige Spitze haben, auf der alles aufbaut”, analysierte VfB-Trainer Stelian Moculescu. „Bei uns ergänzt jeder den anderen. Das ist sehr wichtig.”

Zum Auftakt in die Play-offs ließ der Coach Mittelblocker Marcus Böhme auf der Bank. Der 26-Jährige hatte aufgrund eines grippalen Infekts nur bedingt trainieren können und wurde vorsichtshalber geschont. Für ihn sprang Matthew Denmark einmal mehr bestens in die Bresche. Mit dem Zuspiel betraute Moculescu im dritten Satz Nikola Jovovic und zeigte sich mit ihm ebenfalls zufrieden. „Er hat sich im Training gut präsentiert”, so Moculescu. „Und er hat das auch heute gut gemacht.”

Es spricht für den Ehrgeiz des jungen Serben, dass dieser mit seiner Vorstellung noch nicht so recht glücklich war. „Wir trainieren im Moment sehr, sehr viel”, sagte er. „Wir sind nicht richtig müde. Aber es fehlt noch ein bisschen die nötige Anspannung. Den Spannungsbogen müssen wir nach dem Pokalfinale erst wieder aufbauen.”

Auf ein womöglich noch deutlicheres Ergebnis hatte sich Dürens Trainer Söhnke Hinz schon gefasst gemacht. Schließlich musste er krankheitsbedingt auf Kapitän Jaromir Zachrich sowie Libero Fabian Kohl verzichten und konnte damit nur noch auf neun Akteure zurückgreifen.

„Wir sind unter schwierigen Bedingungen angetreten, aber haben uns nicht hängen lassen und im zweiten Satz sogar sehr gut mitgehalten”, sagte Hinz. „Es war ein anständiges Spiel. Aber in Düren wollen wir Friedrichshafen zwingen, noch einmal einen Zahn zuzulegen.”

In der Hauptrundenpartie am 22. Januar hatte Evivo zu Hause gegen den VfB Friedrichshafen in nur 70 Minuten mit 0:3 (22:25, 10:25, 15:25) verloren.

Während Düren mit einem Heimsieg am Mittwoch, 14. März, 19.30 Uhr, ein Entscheidungsspiel erzwingen kann, kann der VfB mit einem Auswärtssieg den Einzug ins Halbfinale der Play-offs perfekt machen. Das Entscheidungsspiel fände am kommenden Samstag, 17. März, 19.30 Uhr, in Friedrichshafen statt.

Mehr von Aachener Nachrichten