Evivo Düren rangiert nun im Tabellenkeller

Evivo Düren rangiert nun im Tabellenkeller

Mülheim an der Ruhr/Düren. Volleyball-Bundesligist Evivo rangiert im Tabellenkeller. Platz neun in der Elfer-Staffel heißt die Realität derzeit. Zu Recht - nach der gestrigen Leistung auswärts beim Moerser SC. Mit 1:3 (20:25, 22:25, 26:24, 16:25) war Düren letztlich ohne Chance.

Und das lag nicht nur am guten, aber keinesfalls überragenden Niveau der Moerser.

Zu oft vergibt die Evivo-Mannschaft derzeit gerade gewonnene Punkte, die sie sich hart erarbeitet hatte, durch einfache Fehler wieder. „Wir haben ein, zwei gute Aktionen. Und dann klappt irgendetwas nicht. Und dann kommen drei, vier Fehler”, ärgerte sich Kapitän Jaromir Zachrich nach der fünften Niederlage in Folge. Dieses Muster zog sich wie ein roter Faden durch die Sätzen eins, zwei und vier.

Von Platz vier und dem Erreichen des Halbfinales kann im Moment keine Rede sein. „Wir müssen Spiel für Spiel denken”, gab Trainer Söhnke Hinz keine Floskel zum Besten, sondern die einzig mögliche Antwort, die derzeit noch zählen kann.

Was man Evivo lassen muss: Die Mannschaft kämpft immer weiter, selbst bei fünf oder sechs Punkten Rückstand ist die Körpersprache noch da. Hinter den entschlossenen Gesichtern verbirgt sich allerdings viel Unsicherheit. „Wir kriegen einfach nicht in den Kopf, dass wir gut sind”, so Zachrich.

Statt voller Selbstvertrauen zu spielen sei jeder Spieler derzeit nur damit beschäftigt, keinen Fehler zu machen. Etwas mehr als drei Wochen Zeit hat Düren jetzt, um sich zu erholen. Am 30. November geht es weiter mit einem Heimspiel gegen den Zehnten VC Gotha. Besonders deutlich wurde das Dürener Dilemma im vierten Satz.

Gerade hatte Evivo mit weniger Fehlern und druckvollen Aktionen knapp Durchgang drei gewonnen. Doch von einem Schub nach vorne war keine Spur. Stattdessen fiel die Mannschaft früh in sich zusammen und produzierte Fehler um Fehler. Schwächer war nur das Zuschauer-Niveau in Mülheim an der Ruhr.

Gerade einmal 350 Zuschauer wollten das West-Duell sehen. 100 davon kamen aus Düren. Und die machten trotz der Niederlage mehr Stimmung als der Rest.