Düren: Evivo Düren bezwingt den Tabellenführer

Düren: Evivo Düren bezwingt den Tabellenführer

Evivo hat genau das erreicht, was sich Trainer Sven Anton und die Verantwortlichen erhofft haben. Endlich ist ein Sieg gegen einen der Favoriten gelungen. 3:1 nach Sätzen ging das Spiel gegen den SSC Berlin aus.

Bisher galt Antons Ausspruch, dass die Mannschaft bis auf das Erfüllen von Pflichtaufgaben nichts erreicht habe. Selbstvertrauen dürfte der Sieg, der sich bereits in den Trainingseinheiten vor dem Spiel andeutete, jede Menge bringen.

Evivo befindet sich im neuen Jahr in einem deutlich besseren Fahrwasser als 2008. Und die Mannschaft hat noch etwas erreicht: Sie hat den SCC vom ersten auf den dritten Tabellenplatz rutschen lassen. Das freute Sven Anton und Co. besonders. Nicht, weil Berlin und Düren nicht die besten Freunde sind.

Im Gegenteil: Fans der beiden Teams marschierten am Sonntag gar gemeinsam im Dürener Karnevalszug. Aber Evivo spielt gerne gegen den SCC. Der Sieg am Dienstag war der erneute Beweis.

Berlin liegt Düren - im Gegensatz zu Friedrichshafen. Und mit dem Sieg hat Evivo die Tabelle insofern umgestaltet, dass Berlin nur noch Dritter ist und damit - wäre jetzt Schluss im Achtelfinale Anfang April auf Düren treffen würde. Evivo könnte mit diesem Los wesentlich besser leben als beispielsweise mit Haching oder Friedrichshafen.

Am Montag muss gegen Moers antreten. Und dann kommt Mitte März mit Generali Haching das nächste Top-Team nach Düren. Ein hartes Programm, bis Düren anschließend auswärts gegen Giesen und Leipzig antreten muss, bevor zum Abschluss die SG Eltmann in Düren zu Gast ist. Will Düren Sechster bleiben, dann müssen mindestens diese drei Spiele gewonnen werden.

„Niveau besser geworden”

Ein Besucher staunte am Dienstag nicht schlecht. Dürens Ex-Trainer Brian Gavlas war zu Besuch. Der Kanadier hat Evivo vor sieben Jahren betreut. Und er hatte sichtlich Spaß an der Arena Kreis Düren. „Tolle Halle. Besser geht´s nicht”, sagte Gavlas.

Besser war ein gutes Stichwort. „Das Niveau in Deutschland ist besser geworden”, hatte der Experte beobachtet. „Früher gab es ein oder zwei Spieler, die eine Partie entscheiden konnten. Jetzt hat jedes Team drei oder vier”, hatte er beobachtet.

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