Düren: Duell der bislang Ungeschlagenen

Düren: Duell der bislang Ungeschlagenen

„Wir können jetzt anfangen, die Favoritenrolle fleißig hin und her zu schieben”, sagte ein gut gelaunter Christian Dünnes am Freitag. Denn aus Sicht des Volleyballers von Generali Haching ist genau diese Rolle nicht eindeutig verteilt, wenn Dünnes und sein neues Team am Samstag bei Evivo Düren zu Gast sind.

Um 19.30 Uhr steigt das erste Heimspiel der Dürener Volleyballer in der neuen Saison in der Kreis-Arena. Es ist zudem das Duell der beiden einzig noch ungeschlagenen Teams in der Liga. Tabellenführer Generali Haching ist zu Gast beim Zweiten Evivo Düren. Mit dabei: Christian Dünnes, der Erfolgsgarant der vergangenen beiden Jahre in Düren.

Aus Dürener Sicht ist die Rollenverteilung klar: Haching will Meister und Pokalsieger werden und hat sich enorm verstärkt. Unter anderem mit Dünnes, dem besten Angreifer der Liga. „Sie sind eine Spitzenmannschaft, wir nicht”, sagte der neue Evivo-Trainer Söhnke Hinz vor seiner Heimpremiere am Samstag. Dünnes formulierte es anders: „Wer auswärts beim Meisterschaftsanwärter Berlin erfolgreich ist und danach auswärts einen Satz mit 25:9 gewinnt, der ist Favorit, wenn er zu Hause spielt”, so sein Konter.

Die Vorfreude auf die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte war dem neuen Hauptangreifer aus Haching am Freitag anzumerken. Insgesamt vier Jahre hat Dünnes in Düren gespielt. „Ich hatte hier eine schöne Zeit, ich war mit dem Kopf und mit dem Herzen voll dabei. Und deswegen ist das Spiel in Düren für mich ganz eindeutig etwas Besonderes”, so der 2,08-Meter-Riese.

Vorfreude ist groß

Die Tatsache, ein besonderes Spiel bestreiten zu dürfen, hat Dünnes nicht allerdings exklusiv. Für sechs Dürener Spieler und Trainer Söhnke Hinz ist es das erste Pflichtspiel vor heimischem Publikum. Die Vorfreude ist groß. Denn die Mannschaft, die bisher auswärts so begeisterungsfähig gespielt hat, erhofft sich einen Extra-Schub mit dem Publikum im Rücken.

Genau das spielt auch im Kalkül von Christian Dünnes eine Rolle bei der Diskussion um den Favoritenstatus. Düren, das weiß er schließlich aus eigener Erfahrung, ist heimstark. „Jetzt haben sie eine junge Mannschaft, die sich sicherlich von der Atmosphäre in der Arena antreiben lässt. Da muss erst mal ein Gegner kommen und gewinnen.”

Kein Alleinunterhalter

Ein bisschen mehr als das Wegschieben der Favoritenrolle steckt hinter der Aussage des Ex-Düreners. In Düren gibt es eine Rolle nicht mehr, die Christian Dünnes ständig spielen musste: die des Alleinunterhalters im Angriff. Düren ist ausgeglichener besetzt und damit stärker.

Gelingt es Evivo am Samstag, die Leistung abzurufen, die die Spieler am Ende der Begegnung in Berlin (Ergebnis 3:2) und zu Beginn der Partie in Mitteldeutschland (3:0) gezeigt haben, dann dürfen die Zuschauer in der Arena durchaus gespannt sein, ob Haching in der Tat stark genug ist, um die „jungen Wilden” aus Düren in den Griff zu bekommen.

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