Die SWD Powervolleys aus Düren verlieren Volleyballpokal-Halbfinale

Nach echtem Kampf : Powervolleys scheitern im Pokal-Halbfinale

20:25, 25:22, 19:25 und 22:25 – die SWD Powervolleys aus Düren haben am Donnerstagabend das Halbfinale um den Deutschen Volleyballpokal gegen Rekordmeister VfB Friedrichshafen am Bodensee mit 1:3 Sätzen verloren.

Was auf dem Papier wie ein deutlicher Sieg für die Mannschaft von Trainer Vital Heynen aussieht, war in Wahrheit eine äußerst spannende und knappe Partie zwischen dem aktuell Tabellenzweiten und -vierten der Bundesliga. Fast die ganze Zeit konnten die Powervolleys in der wegen der indirekten Beleuchtung schwierig zu spielenden Halle mithalten und den zweiten Satz sogar gewinnen. Es lag weder an der spielerischen Klasse noch am Kampfgeist: Die Dürener um Spielführer und Mittelblocker Michael Andrei machten nur während weniger Minuten im dritten Satz zu viele Fehler. Friedrichshafen dagegen erzielte innerhalb dieser Zeit fünf Punkte in Folge.

„Aus dieser Situation“, sagte Trainer Stefan Falter, „hat meine Mannschaft keinen Ausweg mehr gefunden. Diese für uns negative Phase des Spiels ist einfach haften geblieben.“ Trotzdem ist Falter mit seinem Team mehr als zufrieden. „Zuspiel, Block und auch unsere Aufschlagstrategie haben funktioniert. Und es hat uns auch nicht an Konstanz gefehlt. Es war einfach dieser fünfminütige Blackout, der uns den Sieg gekostet hat.“

Mit Mittelblocker Lukas Maase (19) und Routinier Björn Andrea (37), der kurzfristig für den Verletzten Lucas Coleman verpflichtet wurde, sind auch der jüngste und der älteste Spieler der Powervolleys gestern zum Einsatz gekommen. Falter: „Lukas Maase musste spielen, weil Tim Broshog Wadenprobleme hatte und nicht weitermachen konnte. Er hat seine Sache gut gemacht, ich bin mit seiner Performance zufrieden.“

Trotzdem war die Enttäuschung der Dürener am Ende natürlich groß. „Diese Niederlage tut richtig weh“, brachte es Michael Andrei auf den Punkt. „Der Einzug ins Pokalfinale war unser großes Ziel.“ Sicher sei Friedrichshafen ein wenig im Vorteil gewesen. „Wir hatten vier Spiele in der vergangenen Woche, Friedrichshafen nur drei und die auch noch zu Hause. Aber wir wollen keine Ausreden finden. Um ins Finale zu kommen, muss man einfach gegen alle Widrigkeiten ankämpfen und sie bezwingen. Das haben wir leider nicht geschafft“, bedauerte er.

Lob für Dürens Bundesligisten gab es auch aus dem Lager des VfB Friedrichshafen. Diagonalangreifer Daniel Malescha: „Düren war ein schwerer Gegner, der immer dagegen gehalten und nie aufgegeben hat. Das war ein sehr hartes Spiel für uns.“

Nach der anstrengenden Woche mit vier Spielen innerhalb von sieben Tagen haben die Powervolleys am kommenden Wochenende spielfrei – bevor in diesem Jahr noch zwei Heimspiele anstehen: am Samstag, 22. Dezember, gegen die Volleyball Bisons Bühl und eine Woche später gegen die Hypo Tirol Alpenvolleys Haching. Anpfiff beider Partien in der Arena Kreis Düren, Nippesstraße 4, ist um 19.30 Uhr.

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