Aachen: Die „Ladies“ spielen sich gegen Vilsbiburg in einen Rausch

Aachen : Die „Ladies“ spielen sich gegen Vilsbiburg in einen Rausch

„Gegen Vilsbibirg einen Satz zu verlieren, ist keine Schande. Aber gegen Vilsbiburg drei Sätze zu gewinnen, das ist Wahnsinn“, freute sich Saskia van Hintum, Trainerin des Volleyball-Bundesligisten „Ladies in Black“ über die gelungene Heimspiel-Premiere ihrer Mannschaft. Dabei hatten sich die Aachenerinnen zum Ende der fast zweistündigen Begegnung in einen wahren Rausch gespielt.

Sie hatten dem 25:18, 19:25 und 25:23 zum Abschluss ein 25:14 folgen lassen und damit einen krachenden Schlusspunkt gesetzt.

Begonnen hatten beide Mannschaften vor 1010 Zuschauern mit einer gehörigen Portion Nervosität. Trotz der sechs Servicefehler der Vilsbiburgerinnen im ersten Durchgang lagen die „Ladies“ mit 9:12 zurück, ehe eine Serie erfolgreicher Angriffe zur 14:12-Führung und zur Auszeit des Gästetrainers Timothy Lippuner führte. Nach der zweiten technischen Auszeit setzten sich die Aachenerinnen auf vier Punkte Vorsprung entscheidend ab, ein verschlagener Angriff der Gäste machte den Satzgewinn für Aachen perfekt.

Im zweiten Durchgang sah es zum Auftakt schon nach einer klaren Angelegenheit aus, doch die Vilsbiburgerinnen ließen sich vom 1:5-Rückstand zum Auftakt nicht beeindrucken, senkten ihre Fehlerquote und kamen über die Nationalspielerinnen Jenniefer Pettke und Lena Stigrot zu erfolgreichen Angriffen.

Die Aachener Auszeit beim Stand von 19:22 änderte am Ausgang des Satzes ebenso wenig wie die Einwechselung von Diagonalangreiferin Frauke Neuhaus für Jelena Sunjic. Ein Annahmefehler von McKenzie Adams, der neuen Kapitänin der „Ladies“, führte zum Satzausgleich.

„In der Zehn-Minuten-Pause haben wir uns dann fest vorgenommen, dass wir alles geben. Wir wussten genau, dass wir Vilsbiburg nicht den kleinen Finger reichen dürfen, wenn wir gewinnen wollen“, gab Libera Kirsten Knip anschließend Einblicke in das Kabinengespräch. Und tatsächlich war die grandiose Abwehrleistung der Niederländerin, die als wertvollste Spielerin ausgezeichnet wurde, mitentscheidend dafür, dass die „Ladies“ den dritten Durchgang knapp und glücklich für sich entscheiden konnten.

Zwei starke Angriffe von Nicole Oude Luttikhuis brachten Aachen kurz vor Satzende in Führung, Mittelblockerin Anna Kalinovskaya setzte ihren Angriff zwar neben das Feld, die Netzberührung der gegnerischen Abwehr sorgte aber für das 25:23.

Damit war die Begegnung entschieden, denn die Heimmannschaft nutzte den Rückenwind aus dem gewonnenen Satz zu einem wahren Angriffssturm — und die Gäste waren konsterniert. Oude Luttikhuis, Sunjic und Adams versenkten — vom variablen Zuspiel von Britt Bongaerts gut in Szene gesetzt — fast jeden Angriff, Erfolgsquoten von über 50 Prozent sprechen ihre eigene Sprache.

Van Hintum war in ihrer Analyse vor allem mit der Konstanz ihrer Mannschaft zufrieden: „Wir sind bis zum Ende stabil geblieben und haben die Chancen, die sich uns geboten haben, konsequent genutzt.“

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