Aachen: Die „Ladies“ müssen sich mit zwei Punkten begnügen

Aachen : Die „Ladies“ müssen sich mit zwei Punkten begnügen

Das Ergebnis ist eindeutig: Die „Ladies in Black“ Aachen setzten sich im ersten Rückrundenspiel der Volleyball-Bundesliga beim SC Potsdam mit 3:2 (25:22, 24:26, 25:19, 21:25, 15:13) durch und kehren mit zwei Punkten im Gepäck aus der brandenburgischen Landeshauptstadt zurück.

Nur bei der Interpretation kann man durchaus geteilter Meinung sein, ob die Mannschaft von Aachens Trainerin Saskia van Hintum nun zwei Punkte gewonnen oder einen verloren hat. Die beiden Mannschaften starteten vor nur 816 Zuschauern durchaus auf Augenhöhe in die Begegnung, die für die Gastgeberinnen nach der klaren Niederlage in Vilsbiburg in der letzten Partie den Charakter von Wiedergutmachung hatte.

Erst nach der zweiten technischen Auszeit (16:14 für Potsdam) konnten sich die „Ladies“ absetzen und den Vorsprung mit einem starken Angriff von Geburtstagskind Jelena Sunjic und einem erfolgreichen Block gegen Potsdams stärkste Angreiferin Marta Drpa auf 22:17 ausbauen. Nicole Oude Luttikhuis vergab zwar noch den ersten Satzball, doch mit einer starken Blockleistung gelang schließlich die 1:0-Satzführung.

Diese beflügelte offensichtlich — und lähmte zunächst den SCP, der sich in der Folge eine deutlich höhere Zahl an Aufschlagfehlern leistete, während die Aachenerinnen mit einer starken Feldabwehr und gut aufgelegten Angreiferinnen punkteten. Über 8:4 setzten sich die „Ladies“ ab, bis Potsdams Trainer Davide Carli beim Stand von 5:11 die ersten Auszeit nahm. Doch zwei starke Angriffe von Sunjic und ein erfolgreich untergebrachter Ball von Oude Luttikhuis beließen den Aachener Vorsprung zur zweiten technischen Auszeit bei fünf Punkten.

2:0-Führung vergeben

Potsdam konnte in der Folge den Rückstand zwar zwischenzeitlich minimal verkürzen, doch zwei starke Aktionen von Aachens Kapitänin McKenzie Adams brachten das eigentlich vorentscheidende 23:18. Ein Angriff durch die Mitte durch Jeanine Stoeten sogar den Satzball zum 2:0, doch dann brachten die „Ladies“ in einer seltsamen Mischung aus Pech und Fügung den Ball einfach nicht mehr im gegnerischen Feld unter.

Potsdam glich aus, erarbeitete sich schließlich selbst einen Satzball und nutzte einen erfolgreichen Block gegen Stoeten zum 26:24 und somit zum Satzausgleich. Die Aachenerinnen hatten die große Möglichkeit zur beruhigenden 2:0-Satzführung, die vermutlich den Widerstand auf Seiten des SC Potsdam gebrochen hätte, vergeben.

Die vertane Chance ließ dennoch in der Folge nicht die Dämme bei den Aachenerinnen brechen, die im dritten Durchgang erneut mit 11:7 in Führung gingen — und dann eine Fünf-Punkte-Serie zur 18:11-Führung starteten. Doch erneut kämpften sich die Potsdamerinnen auf 17:20 heran, konnten den Satz aber nicht mehr drehen. Der vierte Durchgang zeigte sich dann wieder mit Vorteilen für die Gastgeberinnen. Die „Ladies“ konnten nach einer langen Rallye zwar den ersten Satzball noch abwehren, doch Drpa erzwang den Satzausgleich — und damit wie schon im Hinspiel den Tiebreak.

Und hier zeigten sich die Aachenerinnen erneut als das nervenstärkere Team, und Adams verwandelte den zweiten Matchball mit einem Longline-Angriff zum Tiebreak-Sieg.

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