Aachen: Die „Ladies“ bleiben zu Hause ungeschlagen

Aachen : Die „Ladies“ bleiben zu Hause ungeschlagen

„In den ersten beiden Sätzen haben wir ein Spiel auf Augenhöhe gesehen“, meinte Suhls Trainer Han Abbing und seine Aachener Kollegin Saskia van Hintum pflichtete ihm bei. Doch weil ein Volleyball-Spiel über drei Gewinnsätze geht und die „Ladies in Black“ über insgesamt 77 Spielminuten das bessere Gesamtpaket auf den Platz brachten, beendeten die Aachenerinnen mit 3:0 (25:21, 25:22, 25:19) die Begegnung als klare Siegerinnen.

„Ich bin sehr froh, dass wir die drei Punkte hier behalten haben“, freute sich van Hintum über den Erfolg ihrer vor eigenem Publikum immer noch ungeschlagenen Spielerinnen.

Man kann den Gästen aus Thüringen sicher nicht vorwerfen, nicht alles gegeben und um jeden Ball gekämpft zu haben. Vor allem die Suhler Ersatzkapitänin Tereza Patoková bereitete mit ihren starken Sprungaufschlägen und Diagonalangriffen zunächst einige Probleme, doch der starke Angriffsverbund der „Ladies“, der von der überragend aufspielenden Zuspielerin Britt Bongaerts dirigiert wurde, und die besseren Nerven der Heimmannschaft vor 985 Zuschauern in den entscheidenden Satzphasen waren einfach das bessere Gesamtpaket.

So führten die Suhlerinnen zwar in den ersten beiden Durchgängen zur zweiten technischen Auszeit zwar mit jeweils drei Punkten, doch die „Ladies“ konnten dann im Schlussspurt immer noch ein paar Prozent drauflegen.

Diagonalangreiferin Jelena Sunjic sorgte mit einem starken Longline-Ball für die Aachener Führung zum 17:16, dann folgte ein starkes Intermezzo von Außenangreiferin Tessa Polder, die einen echten Sahnetag erwischt hatte und von ihren 15 Einbein-Angriffen über Kopf satte 14 im gegnerischen Feld unterbrachte. Die 20-Jährige verwandelte mit einem starken Aufschlag auch den ersten Satzball.

Den Aachener Rückstand im zweiten Satz machte Kapitänin McKenzie Adams wett, die im perfekten Zusammenspiel mit Bongaerts die schnellen Bälle auf die Position vier verwertete. Doch erneut war es Tessa Polder, die mit einem schnellen Angriff für die 2:0-Satzführung und damit für die Vorentscheidung sorgte.

Denn nach der Zehn-Minuten-Pause war deutlich zu sehen, dass die Heimmannschaft sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen lassen wollten und die Gästemannschaft aus Suhl nicht mehr so recht daran glaubte, die Begegnung noch einmal drehen zu können. Mit 25:19 war der Satz dann auch eine deutliche Angelegenheit, die Aachenerinnen hatten das sechste der letzten sieben Aufeinandertreffen für sich entschieden.

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