Wiesbaden/Aachen: Den Ladies in Black fehlt am Ende ein einziger Satz

Wiesbaden/Aachen : Den Ladies in Black fehlt am Ende ein einziger Satz

Betrachtet man eine misslungene Generalprobe als gutes Omen für den „richtigen“ Auftritt, dann haben die Ladies in Black Aachen nach der letzten Hauptrunden-Begegnung der Volleyball-Bundesliga beim VC Wiesbaden beste Chancen, aus dem Play-off-Viertelfinale — erneut gegen Wiesbaden — als Siegerinnen hervorzugehen.

Sieht man ein Volleyball-Spiel als perfekte Choreographie verschiedener Elemente, könnte man sich dagegen Sorgen machen.

Die Ausgangslage vor 2100 Zuschauern in der ausverkauften Halle war klar: Der Gewinner würde die reguläre Saison als Vierter beenden und somit als erster Heimrecht in der Serie „best of three“ haben. Nach dem Fünfsatz-Erfolg (22:25, 25:16,25:15, 22:25, 15:7) hat nun am kommenden Samstag Wiesbaden den ersten Heimvorteil, das Rückspiel startet dann am Mittwoch, 21. März, 19 Uhr, in Maaseik, da die Halle an der Neuköllner Straße für Play-offs nicht lizenziert ist.

Beide Mannschaften gingen hoch nervös und flatterhaft in die Begegnung, als ginge es jetzt schon um „Hopp“ oder „Topp“. Die Ladies mussten zudem erneut den Ausfall der verletzten Zuspielerin Britt Bongaerts verkraften. Für sie sprang Lindsay Dowd ein, doch anders als beim Premierenauftritt gegen Münster stimmte häufig das Tempo nicht, die Angreiferinnen konnten nur selten in Szene gesetzt werden.

Eigentlich schaffte nur Kapitänin McKenzie Adams eine akzeptable Erfolgsquote. So gelang den Aachenerinnen im ersten Satz eine furiose Aufholjagd gegen spielerisch überschaubar auftretende Gastgeberinnen. Von 10:16 kämpften sich die Ladies bei 20:20 zum Ausgleich heran und schafften die 1:0-Satzführung.

Zu große Bürde im Tiebreak

Dies aber auch nur, weil sich Wiesbaden weit mehr Eigenfehler als Aachen erlaubte. Das änderte sich in den Durchgängen zwei und drei, zumal der Block der Ladies kaum ein Mittel gegen die Einbeiner-Angriffe der Ex-Aachenerin Simona Kosova fand. In der Folge kam Aachen wieder zurück und erzwang den Tiebreak, der über die endgültige Platzierung entscheiden sollte. Der 2:8-Rückstand war dann aber eine Bürde, die nicht mehr aufzuholen war. „Aachen spielt sehr, sehr schnell“, spendete Wiesbadens Coach Dirk Groß Lob und fügte weniger charmant an: „Wir sind froh, dass wir in Aachen nicht in der Dunkelkammer spielen.“

Zum Play-off-Heimspiel in Maaseik wird es eine Aboplus-Aktion geben: Ticket, Fan-Schal und eine „Limburgische Kaffeetafel“ vor der Partie kosten 28 Euro pro Person. Unser „Aboplus Special“ für 4 Personen gibt es zum Komplettpreis für 88 Euro. Zuzüglich kann die Busfahrt für fünf Euro pro Person gebucht werden.

Ausführliche Informationen dazu gibt es in der Mittwochsausgabe. Diese können aber schon vorab bei den Ladies in Black unter Tel. 01577 6653 036 oder per email info@ladies-in-black.de abgerufen werden.

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