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Düren: Volleyball: Dürens Rausch folgt der „Kater”

Düren : Volleyball: Dürens Rausch folgt der „Kater”

An einen solchen Satzverlauf konnten sich selbst gestandene Vereinsfunktionäre nicht erinnern.

38:36 rang Volleyball-Bundesligist Evivo Düren Abonnementsmeister VfB Friedrichshafen im dritten Satz nieder. Führte mit 2:1 Sätzen und träumte schon vom Sieg gegen den scheinbar übermächtigen VfB. Doch am Ende des dramatischen Fünf-Satz-Matches hatte Friedrichshafen doch die Nase vorn, mit 3:2 (25:19, 24:26, 38:36, 15:25, 8:15).

Denn Dürens Spielrausch im dritten Satz folgte der „Kater” in Durchgang vier. Gerade noch hatte das Team von Trainer Bernd Werscheck Adrenalin gesteuert zehn Satzbälle der „Häfler” abgewehrt, bis endlich der 38. Punkt der Dürener die Stimmung auf der Tribüne zum Überkochen brachte.

Doch dann platzte der Traum. Auf dem Feld stand nur noch ein „Hohlkörper”. Apathisch, völlig leer ließen sich die Dürener vorführen. Bei 2:10 war „die Messe gelesen”. Werscheck gönnte Koch, Bauer und Anton eine Verschnaufpause und hoffte auch, „dass sich Friedrichshafen gegen meinen zweiten Anzug leer ballert”.

Aber leer war im Tiebreak noch immer der Akku der Dürener. Drei Fehlaufschläge gleich zu Beginn, und schon war der letzte Rest Selbstvertrauen verflogen.

Auf der Gegenseite hatte Friedrichshafens Trainer Stelian Moculescu mit Christian Pampel von der Bank den „Matchwinner” gebracht. Seine Aufschläge und Schmetterbälle rissen die Mannschaftskameraden aus der Lethargie und die Dürener aus allen Träumen.

„Das ist der Unterschied”, meinte Werscheck nach dem Spiel: „Moculescu kann, wenn es nicht läuft, noch einen Nationalspieler aus der Tasche zaubern.”