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Olympia-Bewerbung Rhein-Ruhr: Verantwortliche planen Bürgerbefragung bis zum Frühherbst

Olympia-Bewerbung Rhein-Ruhr : Verantwortliche planen Bürgerbefragung bis zum Frühherbst

Die Bürgerbefragung zu einer möglichen Bewerbung um die Olympischen Spiele 2032 mit der Region Rhein-Ruhr soll eventuell mit der Bundestagswahl am 26. September gekoppelt werden.

„Dies wäre ein möglicher Termin“, sagte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, zu Medienvertretern. Das Zeitfenster dafür sei relativ eng und bis zum frühen Herbst begrenzt, um die Entscheidung über eine Olympia-Bewerbung auf der politischen Ebene und im Hinblick auf die DOSB-Mitgliederversammlung im Dezember vorbereiten zu können.

Hörmann weiß, dass der Zeitpunkt für das Werben um Zustimmung bei der Bevölkerung für das Sportgroßprojekt angesichts der Corona-Krise nicht der günstigste ist. „Dass eine solche Entwicklung Abstimmungen beeinflussen kann, ist nicht von der Hand zu weisen“, sagte er. „Es bleibt in gewissem Sinne jedoch keine andere Wahl, weil wir klar formuliert haben, dass wir uns im Sport nur mit einem klaren positiven Bürgervotum aus den Kommunen und einer gesicherten Finanzierung überhaupt mit dem Thema beschäftigen werden.“

Zudem bleibe keine Wahl, weil im Zuge des neuen Bewerbungsprozesses des Internationalen Olympischen Komitees die Entscheidung über die Vergabe der Sommerspiele 2032 sehr zeitnah erfolgen könnte. „Auch diese internationale Entwicklung gilt es bei weiteren Schritten professionell zu berücksichtigen“, sagte Hörmann.

Über den Termin für die Bürgerbefragung in Nordrhein-Westfalen wird am Freitag bei einem Treffen von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) mit den Oberbürgermeistern der betroffenen Städte sowie Michael Mronz, Initiator von Rhein Ruhr City 2032, in Düsseldorf beraten. Die geplanten Bewerbungen in München und Hamburg waren durch Bürgerbefragungen gestoppt worden. Interesse an einer Olympia-Bewerbung für 2032 haben Australien, Budapest, Katar sowie die chinesischen Städte Chengdu und Chongqing bekundet.

(dpa)